Monatsarchiv: April 2011

Das Wesentliche

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Korrektur: Wahrscheinlich würde ich von der Million ein paar tausend ausgeben für schnelle Autos, für heiße Frauen und für Bier. Den Rest würde ich verprassen.

Korrektur 2: Ich sollte mich auf das Wesentliche konzentrieren. Ich lese weiter in Richard Bransons Autobiografie. 608 Seiten.

Foto: Karelj

Anmerkung: Ich darf auch ab und an einen Macho-Spruch loslassen 😉

später: Bandprobe.

Diskussion über Wer wird Millionär. Wir alle könnten bei Wer wird Millionär gewinnen, wenn sich die Fragen ausschließlich auf fünf selbstgewählte Kategorien beziehen würden.

Orell:

  1. das INTERNET. Orell war der erste meiner Freunde, der so etwas wie das Internet nutzte: 1983 bastelte er für seinen Commodore 64 Heimcomputer einen Akkustikkoppler – eine Kombination aus Telefon, Lautsprecher und Mikrofon, mit der in den frühen 80ern Daten über die Telefonleitung verschickt wurden. Keine Spur von WLAN und Breitband-Internet.
  2. Eddie Van Halen: Der Gitarrist, der mit seiner Spieltechnik die Rockmusik revolutionierte. Orell ist nicht mehr weit entfernt davon.
  3. Science-Fiction Fernsehserien. Allen voran Babylon 5 (1993-1998).
  4. die Lateralisation des Gehirns: die funktionale Aufgabenteilung und Spezialisierung der Gehirnhälften. Bei Orell dominiert die linke Gehirnhälfte, also die rational/analytische.
  5. Geocaching. Lange vor dem Hype trieb sich Orell bei Wind und Wetter in unwegsamem Gelände herum und suchte klitzekleine versteckte Behälter mit Logbüchern.

Isi:

  1. Kochen. Isi betreibt Kochen als Sport. Oder als Wissenschaft. Ihr bevorzugtes Kochbuch: Die Genussformel: Kulinarische Physik von Wernder Gruber (Ecowin Verlag). Ein Wissenschaftler erklärt die Physik des Kochens.
  2. Krimis. Stieg Larsson, John LeCarre, Jeffrey Deaver. Alle.
  3. Emotionale Intelligenz. Die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle zu verstehen. Isi findet für jeden das optimale Geburtstagsgeschenk. Immer.
  4. Entspannung. Komme, was wolle, Isi ist immer die Ruhe im Sturm und lässt gesunden Menschenverstand walten, wo andere (ich!) Panik machen.
  5. Kaffee. Viel. Stark. zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Sylvester:

  1. Jazz. New Orleans, Dixieland, Chicago, Swing, Bepop, Latin,  Cool, Hard Bop, Free, Fusion.
  2. Reisen. Überwiegend nach Fernost: Japan und China.
  3. Ökonomie. Wie andere Architektur bewundern, so befasst sich Sylvster mit allem, was mit der planvollen Bedarfsdeckung zu tun hat. Und er hat sein Hobby zum Beruf gemacht.
  4. Mountainbiking. Halsbrecherisches Radfahren abseits befestigter Straßen.
  5. Spaceballs. Der Film – Sylvester kennt ihn auswendig und kann sich nach wie vor bei jeder einzelnen Szene kaputtlachen.

Ich:

  1. Generation X. Nicht nur das Buch von Douglas Coupland, sondern der ganze Zeitgeist der 90er.
  2. die rechte Gehirnhälfte. Manchmal glaube ich, meine ganze Existenz besteht aus Intuition und Emotion.
  3. Pop-Kultur. Je unnützer das Wissen, desto interessanter. Das Wort NYLON ist ein Akronym des Satzes „Now, You Lousy Old Nipponies!“ Den Satz rief ein Wissenschaftler, als er eine künstliche Alternative zur teuren japanischen Seide fand: Mit „Nipponies“ meinte er die Japaner (Nippon heißt Japan in der Landessprache).
  4. Gothic Literature. Ich liebe Gruselromane. Dracula. Frankenstein. Dr. Jekyll and Mr. Hyde. The Invisible Man. Und natürlich die Universal-Monster-Filme.
  5. Flipper. Nicht der Delfin, sondern mechanische Pinball Machines. Mein Favorit: The Addams Family (1992). Miot über 20 000 verkauften Exemplaren der meistverkaufte Flipper.


Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Beer_Bernard_1.jpg


nicht kostenlose Dinge

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Hier meine aktuellen Top Five an materiellen Wünschen, die nicht kostenlos erfüllt werden können:

  1. Eine Gibson Les Paul 1959 „Hotel California“ Signature E-Gitarre von Don Felder, dem Gitarristen der legendären Rock Band Eagles. Ein Traum mit Sunburst-Lackierung: Mahagoni Korpus und Hals, geriegelte Ahorn Decke, Palisander Griffbrett mit trapezförmigen Perlmutt-Griffeinlagen. Mit 10990 Euro ist dieses Re-issue Modell vergleichsweise billig: Eine Original Gibson Les Paul Sunburst von 1959 kostet schon mal 500 000 Euro, je nach Zustand. Der Grund: im Jahr 1959 wurde zur Produktion der Gitarren eine bestimmte, lange abgelagerte Holzsorte verwendet. Wie sich später herausstellte, bekam die ´59er Les Paul dadurch einen so hervorragenden Klang.Foto: John Clift
  2. Ein Jaguar XJ Serie 1, von 1968.Dieser Jaguar XJ war der letzte Entwurf des Gründers der Firma Jaguar, Sir William Lyons und ist für mich der Inbegriff einer vollendeten Oberklasse-Limousine. Natürlich sollte er dunkelgrün sein und in exzellentem Zustand. Dafür hat das Auto natürlich auch seinen Preis, nämlich zwischen 50000 und 100000 Euro.

    Foto: Rudolf Stricker

  3. a) Ein Haus an einem See für den Sommer. Ich würde mir einen überdachten Grillplatz einrichten, an dem man mit Holz grillen kann – nicht mit Kohle. Jeden Tag im Sommer würden Freunde zu Besuch kommen und wir würden bis tief in die Nacht grillen, feiern und singen. Wenn alle schlafen, würde ich den Sternenhimmel anschauen und dann im Morgengrauen den Sonnenaufgang. Und das würde ich so ausgiebig machen, dass ich dann im Herbst fast schon froh bin, wenn der Sommer vorbei ist: Sommer auf Vorrat. Und dann würde ich nach Aspen fahren: b) Ein eigenes Chalet in Aspen/Colorado:Hier gibt es hunderte von Kilometern an Pisten und Abfahrten, mehr als 1000 Höhenmeter. Hier ist alles dabei, Tiefschneehänge aus kristallklarem Powder und frisch gewalzte Pisten von der Breite eines Fußballfeldes zum gemütlichen Carven. Ich würde snowboarden bis zum abwinken und mich abends auf einem Bärenfell vor dem Kamin räkeln.
  4. Ein originaler Pac Man Arkade-Automaten von 1980, ebenfalls in exzellentem Zustand. Pac Man ist nicht umsonst die ewige Nummer 1 der Killer List of Video Games (KLOV) (http://www.arcade-museum.com/TOP100.php). Im Bild leider nur ein Ms. Pac Man und ein Donkey KongAutomat. Die wären aber auch nicht schlecht…Foto: Rob Boudon New York City, USA
  5.  Mit einem Raumschiff in den Weltraum fliegen und die Erde von außen sehen: Virgin Galactic, das Raumfahrtunternehmen von Richard Bransons Virgin Group bietet sub-orbitale Raumflüge für Weltraumtouristen an. Kosten soll das ganze 200 000 US-Dollar, bei einer Anzahlung von 20 000 US-Dollar. Nicht viel dafür, dass man wirklich eine übergeordnete Perspektive erlangt (Quelle: Wikipedia).


Memo an mich selbst: Dinge aus der Vergangenheit nehmen einen relativ großen Stellenwert ein in meinen Wünschen. Nostalgie. Ein Muster? Ich muss mich mehr auf die Zukunft orientieren.

Fotos: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Epiphone_Les_Paul_Ultra_II.jpg;  http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jaguar_XJ_front_20070327.jpg;  http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ms._Pac-Man_%26_Donkey_Kong_-_arcade_cabinets.jpg; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:TERRA_am1.jpg


kostenlose Dinge

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Die besten Dinge im Leben sind kostenlos. Oder zumindest fast. Meine Top 3:

1. Vor ein paar Jahren holte ich mir ein Schlagzeug, das im Kleinanzeigenteil unserer Lokalzeitung unter der Rubrik „zu verschenken“ inseriert war: Ich war überglücklich, dass ich eine neue Herausforderung gefunden hatte (Schlagzeug lernen) und die Mutter, die es verschenkte, war überglücklich, einen enormen Störfaktor loszuwerden (das Schlagzeug ihres Sohnes). Bald darauf gründeten wir die Band.

2. Einen fast schon halluzinogenen Sonnenuntergang erlebte ich zusammen mit Isi in Negril/Jamaika, am West End der Insel. Wir setzten uns vor einer Kneipe namens Natural I auf die Klippen, sahen Kindern zu, die ins tiefblaue Wasser sprangen und warteten darauf, dass die Sonne das Meer berührt. Irgendwann kam jemand und fragte uns, was wir denn trinken wollten. Den Landessitten entsprechend bestellten wir Red Stripe Beer und gaben dem Mann fünf jamaikanische Dollar. Wir warteten über eine viertel Stunde, aber von unserem Bier war nichts zu sehen. Isi meinte nur, für den guten Trick hat er sich die fünf Dollar redlich verdient und wir seien schließlich doch nur naive Touristen. Aber: Noch eine viertel Stunde später – der Sonnenuntergang war gerade voll im Gange – kam der Typ zurück, zwei Flaschen eisgekühltes Red Stripe in der Hand: Er war kein Kellner der Kneipe, sondern ist tatsächlich mit dem Fahrrad zu sich nach Hause gefahren, um das Bier zu holen. Er gab uns die fünf Dollar zurück und meinte nur: „Welcome to the island.“ Wir schenkten ihm die fünf Dollar.

3. Dienstagabend, London/Großbritannien, das Britische Museum. Der Eintritt ist kostenlos und dienstags hat das Museum bis Mitternacht geöffnet. Das besondere: Das Licht im ägyptischen Trakt wird ausgeschaltet, einzig die Mumien werden von unten mit giftgrünen Spots angestrahlt. Wirklich gruslig. Und romantisch zugleich.

Foto: Klafubra

Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mummy_at_British_Museum.jpg


Grenznutzen

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Geld macht glücklich, fand der Psychologen Silvester Poppelreuter in einer Studie heraus. Hätte er einfach mich gefragt, hätte er sich die Studie sparen und woanders investieren können.

Natürlich, Geld allein macht nicht glücklich, das müsste jedem klar sein, der die Geschichte vom König Midas kennt. Wirklich glücklich machen nur Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann: Liebe, Gesundheit, Harmonie, Friede. Deshalb sind reiche Menschen auch nicht zwangsläufig zufriedener als arme.

Andererseits, das soll man mal den Menschen erzählen, die wirklich nichts haben. Der einsame Fischer auf Bali ist nicht unbedingt der glücklichste Mensch der Welt, das ist lediglich der Mythos der Wohlhabenden, mit dem sie ihren eigenen Reichtum rechtfertigen wollen: Wir haben zwar mehr Geld als die Leute in armen Ländern, dafür sind sie aber glücklicher (Foto: Diese Fische machen nicht glücklich – es sind nämlich keine Fische, sondern Säugetiere. Außerdem wird man von ihnen nicht satt 😉 ).

Grundsätzlich gilt: Wer weniger Geld hat, der ist weniger glücklich.

Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad, dann schlägt das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens zu: Dieses Gesetz – auch Sättigungsgesetz – besagt folgendes: „Die Größe eines und desselben Genusses nimmt, wenn wir mit Bereitung des Genusses ununterbrochen fortfahren, fortwährend ab, bis zuletzt Sättigung eintritt.“

Einfacher ausgedrückt: Konsum unterliegt einer gewissen Sättigung,  zunehmender Konsum bringt irgendwann einen immer geringeren Zusatznutzen (Grenznutzen). Noch einfacher: Die erste Million macht glücklich, die zehnte nicht mehr so sehr – ein gewisser Abnutzungseffekt tritt ein. Oder Langeweile?

Nimmt man Geld an sich zu ernst, so sorgt es lediglich im direkten Vergleich mit den Nachbarn für milde Euphorie, und auch nur dann, wenn man wirklich mehr hat als diese. Andernfalls, und das ist wohl die Regel, flaut die Euphorie sehr schnell ab.

Betrachtet man jedoch Geld ganz entspannt und nicht als Wert an sich, sondern als Zwischenschritt, um bestimmte Ziele zu erreichen, dann macht Geld doch glücklich. Mit Freunden weggehen macht mehr Spaß, wenn man Geld hat, um sich ein Bier zu kaufen. Musik macht mehr Spaß, wenn sie gekauft ist und nicht illegal herunter geladen. Bücher kosten Geld, genauso wie mein Internetzugang, mit dem ich meine permanente Neugier befriedige. (übrigens: Neugier – lateinisch novarum rerum cupidus in der Bedeutung auf Neues begierig – ist das als ein Reiz auftretende Verlangen, Neues zu erfahren und insbesondere Verborgenes kennenzulernen: Seit jeher machen Menschen die Erfahrung, dass die Erkundung von Neuem oft mit Gefahr verbunden ist, aber auch Chancen eröffnet (laut Wikipedia).

Zu erwähnen bleibt, dass ich die schönsten Glücksmomente meist fernab jeden Konsums gefunden habe.

Memo an mich selbst: Bei Gelegenheit eine Wunschliste schreiben.


dauerhafte Datenspeicherung

Kontostand:                  128,69

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Verwendungszweck:       Milliardäre und ihre Erfolgsgeschichten (gebraucht!)

Bandprobe. Der Papagei war ein voller Erfolg. Zunächst. Alle waren erstaunt und erfreut über das neue Accessoire. Die einprogrammierten Sätze passten fast immer zu dem, was gerade gesagt, bzw. gespielt wurde. Es war fast unheimlich. Wenn ein Song schief klang, sagte der Papagei: „Das habt ihr schon mal besser gespielt“, hatte einer von uns sein Bier ausgetrunken, kommentierte der Papagei „ich will auch noch ein Bier“.

Anscheinend sind im Kopf des Papageis auch Bewegungs- und Licht-Sensoren eingebaut. Krault man ihn am Kopf, fängt er an zu gurren, schaltet man das Licht aus, beginnt er zu schnarchen. Sobald Musik läuft, tanzt er im Takt mit.

Nach einiger Zeit jedoch fing sich der Sprachchip in einer Schleife und wiederholte permanent den bis dahin ungehörten Satz „Ich widerspreche der dauerhaften Speicherung der Daten“. Irgendwann waren alle genervt und ich schaltete den Papagei ab.

Das war wohl der Grund, warum ihn der frühere Besitzer entsorgt hatte.

Ein weiteres Buch: Milliardäre und ihre Erfolgsgeschichten. Die Strategien der 14 Superreichen von Martin S. Fridson; TM Börsenverlag; Auflage: Nachdruck. (November 2006)


Papagei

Kontostand:                  105,69

Ausgaben:                     01,49

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Verwendungszweck:       Vier AA-Batterien 1,5V

 

Heute ereignete sich ein Zufall, der, als Zeichen gedeutet, verheißt, dass ich auf der richtigen Spur zum Erfolg bin. Allein meine Gedanken ziehen den Erfolg magisch an.

Als ich die Kinder vom Kindergarten abholte, sah ich auf der Mülltonne eines Nachbarn einen Vogel sitzen. Bei genauerem Hinsehen entpuppte er sich als Papagei – aus Stoff, lebensecht. Als ich mir den Vogel ansah, kam gerade jemand aus dem Haus, winkte den Kindern im Fahrradanhänger zu und meinte, sie können den Papagei mitnehmen, wenn sie wollten. Da die Kinder schliefen, wollte ich.

Das Batteriefach am Rücken des Papageis lies vermuten, dass er mehr kann, als es zunächst den Anschein hat (nämlich: still und leise auf einer Mülltonne sitzen). Das Internet förderte Details zu Tage:  Mit entsprechender Fernbedienung lässt sich der Papagei so programmieren, dass er auf Befehle antwortet und verschiedene Kommentare abgibt. Er kann auch singen, tanzen, schlafen, fressen und Sätze nachplappern. Das einzige was fehlt ist die Fernbedienung. Allerdings gelang es mir mit Hilfe einer programmierbaren Fernbedienung zumindest die Aufnahme/Abspiel-Funktion zu aktivieren.

Morgen ist Bandprobe. Wir proben bei uns im Keller: Silvester singt, Orell spielt Gitarre, Isi spielt Bass. Ich sitze hinterm Schlagzeug. Wir proben jeden Donnerstag, außer wenn Silvester auf Geschäftsreise ist oder Orell keine Zeit hat. Isi und ich haben immer Zeit. Wir nehmen das Babyphone mit runter und wenn wir Glück haben, können wir ungestört von den Kindern bis weit nach Mitternacht Musik machen, Bier trinken und Gummibärchen futtern.

Jetzt sitzt der Papagei auf Isis Bassverstärker und gibt Kommentare ab, die ich ihm einprogrammiert habe: Das habt ihr schon mal besser gespielt! Ich will noch ein Bier! Ich widerspreche der Dauerhaften Speicherung der Daten! Den letzten Satz habe ich extra für Orell aufgenommen. Er macht sich permanent sorgen darüber, dass ich mit irgendeinem elektronischen Aufnahmegerät die belanglose Konversation während der Bandprobe mitschneide und ihn irgendwann damit erpresse.

Ob damit 1 Million Euro zu verdienen ist? Einen Versuch wäre es wert.


Weltveränderung

Kontostand:                  104,20

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Zur Entspannung lese ich etwas anderes: The Ultimate History of Video Games von Steven Kent (Three Rivers Press, 2. Oktober 2001). Ich merke, dass mein Unterbewusstsein bereits in bestimmte Bahnen gelenkt ist, denn mir fällt eine Geschichte besonders auf, nämlich die der Firma Coleco, ursprünglich einer der härtesten Konkurrenten Ataris im Computerspiel-Markt.

Eine Geschichte, in der eine bahnbrechende Idee eine Rolle spielt – aber auch ein enormes Startkapital, um die Idee umzusetzen. Die Firma begann als Connecticut Leather Company (daher das spätere Akronym) und war ursprünglich auf Lederwaren spezialisiert, schwenkte dann jedoch auf Outdoor Produkte aus Plastik, z.B. Swimming Pools um. Zehn Jahre später erweiterte Coleco die Produktpalette wiederum und kaufte den Spielwarenhersteller Eagle Toys auf. Von herkömmlichen Spielwaren zum boomenden Video-Spiel-Markt der Siebziger war es nur ein kleiner Schritt und so veröffentlichte Coleco am Vatertag 1976 eine Konsole namens Telestar, ein Videospiel, das sich an den Fernseher anschließen ließ und verhalf der Firma zu enormem Umsatz und zur Marktführung des folgenden Sommers, mit über einer Million verkauften Einheiten. Das ColecoVision folgte 1982 und war die erste Spielkonsole, für die aktuelle Arkade-Hits der damaligen Zeit (Donkey Kong, Zaxxon, Time Pilot, Lady Bug) umgesetzt wurden. Es wurden ebenfalls mehr als 1.000.000 Exemplare wurden verkauft.

Foto: Evan-Amos

Wäre diese „Geschichte, die unsere Welt verändert hat“ (so der Untertitel von Kents Buch) möglich gewesen ohne die Vorarbeit des guten alten Maurice Greenberg, der die Firma anno 1932 gründete und seinen Söhnen Arnold und Leonard überließ?

Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Coleco-vision-console.jpg


ärmliche Verhältnisse?

Kontostand:                  104,20

Ausgaben:                     00,00

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Verwendungszweck:       –

Steve Jobs ging an die Homestead High School, Cupertino, California.

Mäandrierende Recherche zeigt, dass die Homestead High School maßgeblich zur Entwicklung des Silicon Valley beigetragen hat. In den späten Sechzigern und Siebzigern war die Schule besonders ausgerichtet auf elektronikbegeisterte Schüler. Außerdem wurden Spezialkurse für Hochbegabte Schüler angeboten. Im Akademischen Bereich liegt die Homestead High School auf Nummer 20 der Bestenliste in Santa Clara County.

Foto: Jon Sullivan
An die gleiche Schule ging Steve Wozniak (dessen Vater übrigens Ingenieur bei Lockheed war).

Vorsichtige Vermutung: Weder Jobs noch Wozniak sind in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen.

Wikipedia ist mein Freund.

Foto: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fc/Chip.jpg


Mountain View

Kontostand:                  104,20

Ausgaben:                     13,95

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Verwendungszweck:       Donald Trump, So werden Sie erfolgreich

Hmmm… „Paul und Clara Jobs aus Mountain View, Kalifornien“

Mountain View ist eine Stadt im Santa Clara County im US-Bundesstaat Kalifornien, Vereinigte Staaten, im Herzen des Silicon Valley. Ihren Namen hat die Stadt von dem Ausblick auf die Santa Cruz Mountains.

Sie ist eine der bedeutendsten Städte im Silicon Valley. Google, Plaxo, die Mozilla Foundation, die Microsoft-Abteilungen MSN/Hotmail/Xbox und MSN TV sowie das NASA Ames Research Center sind nur einige High-Tech-Unternehmen, die in Mountain View ansässig sind. Auch Nokia Internet Communications hat ihr Hauptquartier in der Stadt. Außerdem wurde Intel hier gegründet und das Computer History Museum hat hier seinen finalen Standort gefunden.


Mountain View wird außerdem die erste Stadt in den USA sein, die komplett mit freiem kabellosen Internet-Zugang abgedeckt sein wird, wofür zurzeit die Funkantennen installiert werden. Diesbezüglich hat die Stadt Modellcharakter. In der Stadt befindet sich außerdem der DNS Root-Nameserver E, der von der NASA betrieben wird. (Quelle: Wikipedia)

Silicon Valley. Google und die NASA. Komplett freies kabelloses Internet. Wohnen hier überhaupt Arme?

Noch ein Buch von Donald Trump: So werden Sie erfolgreich: Strategien für den Weg nach oben, Redline Verlag (Gebundene Ausgabe – August 2008). 11,95€ plus 3€ Porto


Marianengraben

Kontostand:                  89,25

Ausgaben:                     09,96

Einnahmen:                   00,00

Verwendungszweck: Business Stripped Bare

Steve Jobs wurde als Sohn des syrischen Politikwissenschaftlers Abdulfattah Jandali und der Amerikanerin Joanne Carole Schieble in San Francisco geboren. Da die beiden 23-jährigen Studenten nicht für den Unterhalt des Kindes sorgen konnten, wurde er kurz nach der Geburt von Paul und Clara Jobs aus Mountain View, Kalifornien, adoptiert und erhielt den Namen Steven Paul.

Steve Jobs war tatsächlich arm.

Ein weiteres Buch gekauft: Business Stripped Bare: Adventures of a Global Entrepreneur Richard Branson von Virgin Books (Taschenbuch – 6. April 2010). 6,06€ plus 3€ Porto

Im Garten beim Lesen. Die Kinder spielen im Baumhaus und kommen nur ab und an runter, wenn sie sich verletzt haben oder etwas trinken wollen.Zwischendrin hab ich tatsächlich Zeit, zu lesen.

Jetzt kurz nach oben in die Bibliothek an den Compuer gegangen. Kaum bin ich weg, höre ich die Kinder schon wieder nach mir rufen. Erinnert mich an den Schluss von Stand by Me (ich meine den Film nach dem Roman von Stephen King):

[last lines]
The Writer: [typing on computer] I never had any friends later on like the ones I had when I was twelve. Jesus, does anyone?

Der Erzähler tippt die letzten Seiten des Buches und wird unterbrochen von seinen Kindern, die ihn zum Abendessen rufen. Ersetze Abendessen durch aufgescheuertes Knie vom Rutschen 😉

Kurze – mäandrierende – Recherche zeigt, dass der Film von 1986 ist. Lange her. Hat mich damals sehr beeindruckt. Hätte ich vor 25 Jahren schon Business Stripped Bare von Richard Branson gelesen, anstatt Stand by Me von Stephen King (die orginale Kurzgeschichte heißt The Body), wer weiß, vielleicht wär ich dann schon längst Millionär.

Weitere Recherche zeigt, dass Richard Branson mittlerweile ein weiteres Projekt namens Deep Sea Challenge am Start hat:

Ein U-Boot, das an die jeweils tiefste Stelle der fünf Weltmeere vordringen soll (z.B. in den Marianengraben: Der Marianengraben, auch als Marianenrinne bezeichnet, ist eine Tiefseerinne (Tiefseegraben) im westlichen Pazifischen Ozean, die mit ihrer Maximaltiefe von 11.034 m die tiefste Stelle des Weltmeeres enthält und 2.250 km lang ist – klärt Wikipedia auf).

Ein sehr riskantes Unternehmen, denn der Druck, der das U-Boot dort erwartet ist tausendmal höher als der der Erdatmosphäre. Deshalb ist das U-Boot auch aus Carbon und Titan gebaut. Cool.

Ein Abenteurer muss auf alle Risiken vorbereitet sein,“ sagt Richard Branson.

Ich gehe wieder zu den Abenteurern in den Garten.