Monatsarchiv: Mai 2011

Psychos’R’Us?

Kontostand:                  -357,62

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Verwendungszweck:   Literatur zum Thema Reichtum

Im Internet finde ich zahlreiche Angebote von Coaching-Leistungen. Sie reichen von persönlichen Gesprächen über RSS-Feeds hin zur Teilnahme an Diskussionsforen und Seminaren bis hin zur täglichen E-Mail, die einen lösungs- und zielorientiert begleitet.

Die meisten Angebote scheinen – gelinde gesagt – dubios. Leider traue ich mich nicht, auf völlig unseriöse Angebote genauer einzugehen. Ich will nicht abgemahnt werden und so irgendwelchen Abzockern zu unverhofftem Reichtum verhelfen.

Eine Seite verdient jedoch genauerer Betrachtung. Hier wird konkret gefragt, was mich davon abhält, Millionär zu werden. Na ja, wenn ich das wüsste, dann wäre ich wahrscheinlich schon Millionär. Auf dieser Seite wird ein Video angeboten, dass mir garantiert zu finanziellem Erfolg verhilft (wie viel das Video kostet steht nicht da – wer fragt, kann sich’s eh nicht leisten). Es muss sich um ein überragendes Video handeln, denn:

Schon über 20 000 Menschen haben sich dieses Video angesehen. Einmal ist sogar unser Video-Server zusammengebrochen. (Quellennachweis auf Anfrage!)

Auf dieser Seite bietet sich ein Self-Made Millionär als Erfolgs-Coach an. Er ist so erfolgreich, dass er nach eigenen Angaben schon 4949 zufriedene Kunden hat. Kein schlechter Schnitt, bei über 20 000 verkauften Videos. Immerhin bei einem Viertel hat’s also funktioniert.

Der Erfolgs-Coach kämpfte sich jahrelang durch’s Leben, ohne Erfolg zu haben. Bis er eines Tages ein uraltes Geheimnis fand – ein Erfolgsgeheimnis, das sich wie ein roter Faden durch die Lebensgeschichten erfolgreicher und berühmter Menschen zieht. Und dieses universelle Erfolgsgeheimnis, so erzählt der Erfolgscoach weiter, hat auch seinen eigenen Erfolg ausgemacht. Mit Hilfe dieses Geheimnisses hat er Millionen verdient und ist seit Jahren finanziell unabhängig. Als Beweis für Letzteres bietet er eine Bestätigung seines Steuerberaters an.

Gegen einen kleinen finanziellen Beitrag verspricht der Erfolgs-Coach, auch mir dieses Geheimnis zu verraten. Leider habe ich keine 50 000 € übrig, aber einen Versuch wäre es schon wert…

Lukas bietet mir an, mir ein paar Coaching Stunden bei seinem Bruder zu verschaffen, der gerade eine Coaching-Ausbildung absolviert und noch ein paar Testpersonen braucht. Er verspricht mir, als ersten Schritt eine Liste zu schicken, anhand derer auf klassische Art und Weise Stärken und Schwächen gegenüber gestellt werden. Mal sehn.

Später.

Orell und Lukas zu Besuch. Orell hat Schwarzwälder Kirschtorte dabei: Die ist übrig geblieben von einem Geschäftsessen mit Amerikanern („Amerikaner lieben Schwarzwälder Kirschtorte!“).

20 Minuten lang versuchten wir, mit dem Tortenmesser in der Küche herum zu gehen, ohne wie ein Psychopath auszusehen. Es gelang keinem von uns. Isi kam kurz herein, schüttelte verständnislos den Kopf und ging wieder.

Weitere Literatur Recherche:

  1. Rich Dad’s Guide to Becoming Rich…Without Cutting Up Your Credit Cards von Robert T. Kiyosaki und Sharon L. Lechter von Business Plus (Taschenbuch – 1. Dezember 2003) 3,14€ plus 3€ Porto
  2. The Ten Roads to Riches: The Ways the Wealthy Got There (and How You Can Too!) von Ken Fisher und Lara Hoffmans von John Wiley & Sons (Gebundene Ausgabe – 21. November 2008) 5,73€ plus 3€ Porto
  3. How to Be Rich von J.Paul Getty Star Bks.; Auflage: New Impression (22. Juli 1982) 0,75€ plus 3€ Porto

Einen Coach du musst suchen, junger Padawan

Kontostand:                   -339,06

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Verwendungszweck:       –

Wenn es darum geht, 1 Million Euro zu verdienen, erhalte ich von den Leuten verschiedenste Reaktionen:

a)      absolutes Unverständnis: „Das schafft ihr doch eh nicht.“

b)      Leichter Vorwurf: „Du musst ja Zeit haben!“

c)      Projektion auf die eigene Lebenssituation: „Ich habe nicht so viel Zeit.“

d)     Verknüpfung von b) und c): „Und jetzt wollt ihr Geld von mir?!?“

Nur wenige Leute (Lukas z.B.) finden die Idee toll und wünschen mir Glück dabei. Eine Ähnliche Reaktion hatte ich schon einmal erlebt, als ich 1000 Euro im Lotto gewonnen hatte (davon hatte ich mir dann eine weinrote Gibson Les Paul Studio E-Gitarre gekauft): Voll Freude erzählte ich einigen meiner Freunde davon. Nur wenige freuten sich wirklich für mich. Die meisten waren wenig begeistert. Der Dialog mit einer – ehemals guten – Freundin sah folgendermaßen aus:

Ich: „Ich habe 1000 Euro im Lotto gewonnen! Yipiiieee!“

Sie: „Ich spiele gar nicht Lotto.“

Was sollte denn das bitte für eine Reaktion sein? Von einer Freundin?!? Hier ging es doch nicht um sie, sondern um mich. Was ich eigentlich sagen wollte war in etwa „Ich freue mich, dass ich im Lotto gewonnen habe und du bist meine Freundin, also freu dich bitte mit mir – wir können zusammen ein Bier drauf trinken! Oder Sekt!“

Seit dieser missglückten Kommunikation versuche ich, etwas diplomatischer zu sein. Meistens klappt es nicht. Ich muss noch üben.

Die wenigsten Leute können – oder wollen – wirklich Tipps geben, wie man 1 Million Euro verdienen kann. Wenn man sie danach fragt, bekommt man entweder dumme Vorschläge („Versuch’s mal mit nem Banküberfall“) oder dämliche Antworten („Ich weiß wie’s geht, aber ich sag’s dir nicht“). Wirkliche Tipps von Profis muss man bezahlen: Die gibt es in Printform oder in digitaler Form, als Bücher. Oder auf Seminaren. Oder von einem Coach.

Brian Tracy betont immer wieder, wie wichtig es sei, sich auf dem Weg zum Erfolg einen Begleiter zu suchen, einen Coach. Kein Wunder, dass er die Wichtigkeit so hervorhebt, schließlich verdient er sein Geld damit: Laut seiner Vita ist er einer der „besten Persönlichkeits- und Managementtrainer der Welt mit jährlich 350 000 Seminarteilnehmern. Er ist Präsident eines Unternehmens mit 350 Beratern und Trainern. Seine Bücher und Audioprogramme sind Bestseller und in 17 Sprachen und 38 Ländern erhältlich.“ Allein dadurch ist er wohl schon Multimillionär geworden. Coaching ist seine Geschäftsidee.

Mit einem Kontostand, der sich im Negativen befindet, scheidet Brian Tracy wohl als Coach für mich aus. Ich surfe im Internet nach preiswerteren Alternativen. Was genau versteht man den unter Coaching, was ist eigentlich ein Coach? Wikipedia hilft:

Coaching ist die lösungs- und zielorientierte Begleitung von Menschen, vorwiegend im beruflichen Umfeld, zur Förderung der Selbstreflexion sowie der selbstgesteuerten Verbesserung der Wahrnehmung, des Erlebens und des Verhaltens. Der Coach begleitet den Klienten bei der Realisierung eines Anliegens oder der Lösung eines Problems. Ziel des Coachings im beruflichen Kontext ist vor allem die Verbesserung der Lern- und Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung der Ressourcen des Klienten.

Yoda ist für Luke also so etwas wie ein Coach. Yoda ist der Meister, Luke der Schüler oder Padawan.

Memo an mich selbst: Nach einem Coach suchen. Ohne geht’s anscheinend nicht.

Foto: RanjithSiji

Beim Bild handelt es sich übrigens nicht um mäandrierende Recherche, sondern lediglich um einen Tippfehler. Couch statt Coach.

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Couch_Furniture.JPG


Das Intelligenz-Netzwerk

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Brian Tracy rät, sich ein Intelligenz-Netzwerk aufzubauen: Da den wichtigsten Einfluss auf die eigene Persönlichkeit immer das unmittelbare soziale Umfeld hat, haben es sich erfolgreiche Leute zur Gewohnheit gemacht, sich ausschließlich mit positiven, erfolgsorientierten Menschen zu umgeben. Versager pflegen eher Umgang mit Menschen, die ebenfalls erfolglos sind.

Im Umkehrschluss heißt das dann: Wenn ich mich mit erfolglosen Menschen abgebe, werde/bleibe ich selbst erfolglos. Wenn ich mich mit erfolgreichen Menschen abgebe, werde/bleibe ich erfolgreich. Die Mitglieder der jeweiligen Gruppe passen sich immer an die Gruppe an, bzw. identifizieren sich mit den anderen Mitgliedern der Gruppe (S.113).

Brian Tracy schlägt vor, die eigene Referenzgruppe, d.h. die Gruppe mit denjenigen  Menschen, von denen ich glaube, dass sie mir ähnlich sind, zu wechseln. Im Hinblick auf diese Referenzgruppe empfiehlt es sich, wählerisch, bzw. egoistisch zu sein: Da das wichtigste Gut auf dieser Welt die Zeit ist, muss man sich seine Zeit sorgfältig einteilen. Der Umgang mit Menschen nimmt enorm viel Zeit in Anspruch, deshalb muss man bezüglich der sozialen Kontakte anspruchsvoll sein und keine „unnützen“ Bekanntschaften pflegen:

„Sie können es sich nicht leisten, diese [Zeit] für sinnlose Beziehungen mit Menschen zu verschwenden, denen Sie und die Ihnen auch nicht helfen können, ein schöneres Leben zu leben.“ (S. 115)

Was genau sinnlose Beziehungen sind, erklärt Tracy nicht. Ist meine Beziehung zu Orell sinnlos, nur weil wir Spaß haben beim Kickern? Muss ich die Beziehung zu Sylvester aufgeben, weil wir „nur“ miteinander Musik machen? Yoda lebt auch allein im Dagobah System, auf dem Sumpfplaneten!

Yoda: „A Jedi must have the deepest commitment, the most serious mind. Hmph. Adventure. Heh. Excitement. Heh. A Jedi craves not these things.

Aber dass es ihm Spaß macht muss ich bezweifeln. Immerhin freut er sich so sehr über die Gesellschaft von Luke und R2D2, dass er sie sogar in sein winziges Häuschen einlädt und ihnen Suppe zu essen gibt. Und dann beschließt er sogar noch dem völlig überforderten Luke zu helfen… Brian Tracy schreibt weiter:

Wenn Sie genau hinsehen, werden Sie erkennen, dass negative Menschen die Hauptquelle der meisten Probleme darstellen. Negative Menschen sind eine der Hauptursachen von Stress und dem Gefühl des Unglücklichseins. Negative Menschen vermindern Ihre Lebensfreude mehr als alle anderen äußeren Faktoren (S. 115).

Ich muss darauf achten, negative Menschen zu meiden. Anhand meines Adressbuches soll ich aussortieren: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Aber ob dieses eher kaltblütige Eliminieren negativer Elemente tatsächlich meinen Charakter verfeinert…?

Fun Fact:

Deutsch: Die US Itelligence Community ist ein Zusammenschluss von 16 Geheimdiensten um den Amerkinanischen Staat besser zu schützen.
English: The US Intelligence Comunity is 16 secrete services united.
Bild: Sanandros
Ob es das ist, was Brian Tracy tatsächlich meinte, als er von einem Intelligenz-Netzwerk sprach? Handelt es sich um einen Übersetzungsfehler?
Mäandrierende Recherche bringt es an den Tag.
Neues Ziel: Einen Geheimbund gründen, die Weltherrschaft an mich reissen?

Material Music

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Der Papagei nervt: in willkürlichen Intervallen krächzt er „Eine Million Euro“. Meistens dann, wenn es gerade still ist und ich versuche, mich zu konzentrieren.

Hoffentlich sind die Batterien bald leer.

Später. Bandprobe.

Nostalgieflash!!!

Syl brachte einen Dollarschein mit dem Konterfei des AC/DC Gitarristen Angus Young mit. „Erinnert ihr euch an das Konzert 1991?“ fragte er.

Natürlich erinnerten wir uns. Anno 1990 waren Isi, Syl, Orell und ich zusammen auf dem Razor’s Edge Konzert von AC/DC. Der Höhepunkt: Ein Regen von Dollarscheinen mit dem Konterfei von Angus Young von der Hallendecke. Es stellte sich heraus, dass jeder von uns noch so einen Dollarschein hat .

Wir sammelten die besten Lieder zum Thema Geld:

  1. AC/DC: Money Talks. Unser aller Nummer 1 J
  2. Dire Straits: Money for Nothing. Mein persönlicher Favorit. Als Schlagzeuger mag ich besonders die Textzeile: „You’re banging on the bongos like a chimpanzee.“
  3. Beatles: Can’t Buy Me Love. Isi ist ein absoluter Beatles Fan.
  4. ABBA: Money, Money, Money. Syl meint, ABBA darf auf keinen Fall fehlen – was Empörung und Buhrufe beim Rest der Band auslöste.
  5. Orell konterte mit Money von Pink Floyd („Wenn ihr schon eine Band aufzählt, die ich hasse, dann könnt ihr gleich Pink Floyd nehmen“): „Money, it’s a gas“ – „Geld ist geil“ (frei übersetzt) bringt alles auf den Punkt.

Isi meinte noch, sie mag Madonnas Material Girl, das bringt die Dinge ebenfalls auf den Punkt und Ker-ching! Von Shania Twain.

Wir spielten lediglich die ersten drei Songs 🙂



Re-program yourself

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Ich habe den Papagei neu programmiert. Er krächzt jetzt alle paar Minuten „1 Million Euro“. die Zielvorstellung ist auf gutem Wege, sich unauslöschlich in mein Unterbewusstsein einzuprägen.

Napoleon Hill und Brian Tracy würden sich freuen über diesen ausgefuchsten Schachzug.

Ich mäandriere wieder.

Brian Tracy meint, man müsse seine (bisherige) Einstellung zum Geld ändern, um erfolgreich zu sein. Der bisher eingeschlagene Weg und die herkömmlichen Denkstrukturen haben mich dorthin gebracht, wo ich bin – aber auch nicht weiter. Um Erfolg zu haben, muss ich mich sozusagen re-programmieren.

Ich schlage nach, was die Vorsilbe re- bedeutet (lat. wider, gegen, zurück) und stoße auf einen Eintrag über die Kunstsprache Esperanto:

Im Jahre 1887 entwickelte der Augenarzt und Philologe Ludwik Lejzer Zamenhof aus Warschau eine künstliche Sprache, die leicht zu lernen sein sollte und der internationalen Verständigung dienen sollte, ohne jedoch andere Sprachen zu ersetzen, Esperanto. Zamenhofsprach war sehr sprachinteressiert und beherrschte auch mehrere Fremdsprachen (Russisch, Jiddisch, Polnisch, Deutsch, Französisch, Latein, Englisch, Hebräisch).

Am liebsten hätte ich geglaubt, dass der gute Mann so frustriert war über die Schwierigkeit, eine Fremdsprache zu lernen, dass er aus Bequemlichkeit seine eigene erfand – allerdings ist diese Vermutung wohl unwahrscheinlich, denn er war so fanatisch, dass er sogar das Alte Testament aus dem Hebräischen ins Esperanto übersetzte.

Irgendwann entstand sogar eine eigene Subkultur, die – auch heute noch – Esperanto benutzt.

Weiteres Mäandrieren bringt mich auf den Begriff Hillelismus, der, entgegen meiner ersten Vermutung, nichts mit Napoleon Hill zu tun hat.

Neben einer künstlichen Sprache entwickelte Zamenhof auch so etwas wie eine künstliche Weltanschauung, Hillelismus genannt (nach dem jüdischen Gelehrten Hillel, ins Esperanto übersetzt Homaranismo, „Lehre von der Menschheit“): Jeder Mensch sollte mehr oder weniger an das gleiche höhere Wesen glauben, allerdings unter Beibehalt der ursprünglichen religiösen Riten und Gebräuche. Hieraus sollte sich eine tolerante multikulturelle  Gesellschaft entwickeln.

Fun Fact: Die Menschheit teilt sich aktuell in zwei Kategorien, wobei die eine sich tatsächlich nach der Lehre des Hillelismus richtet und tolerant anderen gegenüber ist, die ander Gruppe ist von Haus aus so intolerant, dass sie sich mit Sicherheit nicht für den Hillelismus begeistern lässt 🙂

Funb Fact 2: Schon bald stoße ich auf die Grenzen des Esperanto: Es gibt keine Übersetzung für „Million“!!! Ich kann das fast nicht glauben und vermute, dass ich eher die Grenzen des Internets erreicht habe…


Visualisierung

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1 Million Euro 1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million Euro  1 Million


sieben Schritte

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Verwendungszweck:       –

Nun geht es in sieben Schritten zum Ziel

  • Schritt 1: Entscheiden Sie, was genau Sie wollen. Siehe Wunschliste. 1 Million Euro.
  • Schritt 2: Schreiben Sie Ihre Ziele auf. Siehe Schritt 1. 1 Million Euro.
  • Schritt 3: Bestimmen Sie den Preis, den Sie zahlen müssen, um Ihr Ziel zu erreichen. Recherchearbeit, Finanzielle Mittel nur, solange sie die „Portokasse“ nicht sprengen. Meine Preisvorstellungen liegen etwas höher als Isis. Sie ist schließlich auch der Brotverdiener in der Familie. Den Preis schreibe ich lieber nicht auf, falls Isi diese Zeilen hier lesen sollte. Immerhin wird sie mir verzeihen, sobald ich mein Ziel erreicht habe. 1 Million Euro.
  • Schritt 4: Strukturieren Sie Ihre Liste ganz genau nach den Aspekten Priorität und Reihenfolge. Oberste Priorität: 1 Million Euro.
  • Schritt 5: Fangen Sie an. Hier schreib ich es noch mal auf, nur für’s Protokoll. 1 Million Euro.
  • Schritt 6: Tun Sie jeden Tag etwas, was Sie Ihrem Ziel näher bringt. Der einzige Weg, um das Ziel zu erreichen, ist, sich strikt zu weigern, damit aufzuhören und immer und immer weiter zu machen. Dann erreicht man am Ende das Ziel. 1 Million Euro.
  • Schritt 7: Beschließen Sie von vornherein, nie aufzugeben. Dazu soll ich meine Ziele so klar und lebendig wie möglich visualisieren.

 

Immerhin schreibe ich jeden Tag diesen Blog. Das sollte mich meinem Ziel schon näher bringen…


Frösche und Roboter

Kontostand:                   -339,06

Ausgaben:                     91,03

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Verwendungszweck:       weitere Bücher von Brian Tracy

Um das zu verinnerlichen, was ich gestern gelesen habe, gibt es die Übung, zunächst die eigenen Ängste und Zweifel über Bord zu werfen, die eigenen Visionen klar zu definieren und eine „Wunschliste“ zu erstellen – eine Liste, in der alle Wünsche, ohne irgendwelche Restriktionen und Grenzen festgehalten werden. Meine Liste:

Wunsch 1: 1 Million Euro

Weitere Bücher von Brian Tracy bestellt:

1.             Eat that frog, Brian Tracy, Gabal-Verlag GmbH (Gebundene Ausgabe – April 2002); 14,88€ gebraucht plus 3€ Porto

2.             Verkaufsstrategien für Gewinner: Was erfolgreiche Verkäufer besser machen,  Brian Tracy, Redline Wirtschaftsverlag (Broschiert – 23. Februar 2006) 10,17€ plus 3€ Porto

3.             Das Gewinner-Prinzip: Wege zur persönlichen Spitzenleistung Brian Tracy, Dr. Th. Gabler Verlag (Gebundene Ausgabe – 29. Oktober 1998) 30,99€ plus 3€ Porto

4.             Ziele: Setzen. Verfolgen. Erreichen, Brian Tracy und Petra Pyka, Campus Verlag (Gebundene Ausgabe – 16. Februar 2004) 22,99€ plus 3€ Porto

 

Foto: Steven J. Dunlop, Nerstrand, MN, USA

Lukas war mal wieder bei uns unten. Es war ungefähr 5:45 Uhr, als ich Stimmen aus der Küche hörte. Die Kinder schliefen noch (quer im Bett neben mir), also ging ich nach unten. Lukas saß mit Isi beim Kaffeetrinken (seit er bei uns wohnt hat er immer noch keine Kaffeemaschine – als koffeeinsüchtiger ist das tatsächlich ein Problem 🙂 ). Er versprach, uns abends bei der Bandprobe zu besuchen. Für solche fälle habe ich extra eine funk-Klingel an der Haustür angebracht, die wir dann im Keller hören.

Später. Bandprobe.

Lukas war tatsächlich da. Er brachte Krapfen mit und Bier. Witzige Mischung.

Wir unterhielten uns wieder mal über die Errungenschaften des Internet. Syl und Orell meinen, dass das Internet konventionelle Printmedien – insbesondere Bücher – obsolet macht. Über kurz oder lang werden wohl alle Informationen über das Internet zugänglich sein.

Lukas brachte ein Wired-Magazin mit, in dem ein Artikel über das Mansueto Library ist, die größte und modernsten Bibliothek der Welt (University of Chicago): Sie hat Platz für 3,5 Millionen Bücher, die in kleinen Stahlcontainern gelagert und in unterirdischen Regalen gestapelt werden. Wenn man ein Buch (per Internet) bestellt, wird es von Robotern aus den Regalen geholt und ist 5 Minuten nach der Bestellung abholbereit. Wie in der Matrix!

Die an der Oberfläche hat die unterirdische Bibliothek einen Leseraum, der von einer Glaskuppel mit 700 Glasscheiben überdacht ist. Ein Leseraum, in dem man nur mit Sonnenbrille lesen kann.

Als ich nach der University of Chicago recherchiere, finde ich bei Wiki Commons noch folgendes Bild. Die Chimäre allein ist schon ziemlich gothic, aber in Kombination mit dem futuristischen Mansueto Library ist die Uni von Chicago wohl der gruseligste Platz zum Studieren überhaupt 🙂

Foto: Quinn Dombrowski; http://flickr.com/photo/53326337@N00/3880722985

Ansonsten war die Bandprobe vergleichsweise kurz. Nach drei Bier sagte Syl plötzlich: „Ich muss nach Frankfurt,“ packte seine Gitarre und war fast schon weg, als er rief „mein Zug geht um 4:30“.

Bewundernswert: Der Mensch bekommt/braucht äußerst wenig Schlaf und setzt dabei noch die richtigen Prioritäten auf Bandprobe und Bier.

Wir aßen noch die Krapfen (Krapfen!!!) auf und machten dan Schluss.

Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Green-leopard-frog-in-swamp.jpg; http://www.wired.com/underwire/2011/05/robot-powered-mansueto-library/; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:University_of_Chicago_biting_chimera.jpg


Impressive… most impressive.

Kontostand:                -248,13

Ausgaben:                  23,00

Einnahmen:                00,00

Verwendungszweck:   Darth Vader Tasse mit Soundeffekt

Habe mir eine Darth Vader Tasse gekauft (bei amazon.uk für umgerechnet ca. 13€ – allerdings kostete das Porto nochmal 10€!). Immer wenn man daraus trinkt, wird einer von drei Sounds abgespielt:

1. Die Star Wars Fanfare.

2. [asthmatisches schnaufen] The Force is strong with you, young Skywalker… But you are not a Jedi yet.

3. [asthmatisches schnaufen] Impressive… most impressive

Ich fühle mich bereits schon am Morgen auf dem richtigen Weg zur Macht: Die Tasse ist Lernen mit allen Sinnen.

  • Visuelles Lernen (Lernen durch Schauen): Auf der Tasse ist einer der größten Jedi Ritter abgebildet.
  • Auditives Lernen (Lernen durch Hören): Die Soundbites sind äußerst zielführend auf dem Weg zum Jedi.
  • Kinästhetisches Lernen (Lernen durch Bewegung): Meine motorischen Fähigkeiten werden beim Heben der Tasse geschult.
  • haptisches Lernen (Lernen durch Ertasten): Ich fühle die Wärme des Kaffees in der Tasse. Ich fühle die Macht.
  • olfaktorisches Lernen (Lernen durch Geruchswahrnehmung): Ich rieche sogar die Macht.

Allerdings hat mir Isi verboten, die Tasse für den Frühstückskaffee zu verwenden. Die Sounds sind ihr zu laut, wenn sie noch im Halbschlaf ist.

In seinem Buch Thinking Big nennt Brian Tracy vier Gesetze, die unweigerlich zum Erfolg führen, wenn man sich daran hält.

1. Das Gesetz des Glaubens: „Was immer Sie wirklich glauben, wird Realität. Wenn Sie Ihren Glauben ändern, ändern Sie die Realität.“ Das hat er wohl von unserem alten Jedi-Meister.

2. Das Gesetz der Erwartung: „Was immer Sie erwarten, wird eintreten. Je zuversichtlicher Sie sind, desto eher wird es geschehen.“ Ich erwarte, dass Isi große Augen macht, wenn ich in einem Jahr die Million habe.

3. Das Gesetz der Anziehungskraft: „Sie sind wie ein lebender Magnet, der die Menschen und Umstände anzieht, die in Harmonie sind mit Ihrem Denken.“

Ich ziehe Orell an. Es ist bald 17:00 Uhr, es müsste jeden Moment an der Tür klingeln.  Ist er eine der „Kräfte, die erforderlich sind, um große Pläne und Ideen Wirklichkeit werden zu lassen“?

Es klingelt. Ich hatte wirklich geglaubt, dass er kommt (Gesetz Nr. 1). Orell ist da und wir spielen erst einmal eine Runde Kicker. 4 Spiele, 4 Siege für ihn. Wahrscheinlich habe ich nur verloren, weil ich es nach Gesetz Nr. 2 erwartet habe.

4. Das Gesetz der Übereinstimmung: „Was Sie in ihrem Inneren denken und fühlen, ist auch außen. Ihr Äußeres ist ein Spiegel ihres Inneren.“

Diese vier Gesetze sind nach Brian Tracy der Schlüssel zum Erfolg. Durch die Veränderung der inneren Einstellung ändern sich die Lebensumstände.


Flugplan

Kontostand:                -225,13

Ausgaben:                     42,65

Einnahmen:                   00,00

Verwendungszweck:       Brian Tracy. Flight Plan, Thinking Big

 

Nachdem ich so begeistert bin von Napoleon Hill, habe ich mir zwei Bücher von seinem – angeblichen – modernen Pendant besorgt: Brian Tracy. Flight Plan: Das wahre Geheimnis von Erfolg von Brian Tracy. GABAL-Verlag GmbH (Gebundene Ausgabe – 16. März 2009)  EUR 29,90 und Thinking Big. Von der Vision zum Erfolg. GABAL-Verlag GmbH (Gebundene Ausgabe – 1. Oktober 1998). 168 Seiten für EUR 9,75 (gebraucht) plus 3€ Porto.

„Wer das außergewöhnliche will, muss selbst außergewöhnlich sein“, so steht es im Vorwort zu Thinking Big von Brian Tracy, der sich selbst als einen der besten Trainer der Welt bezeichnet. Der Trainer verspricht, mir in diesem Buch zu zeigen, wie ich jedes Ziel erreichen kann, das ich mir gesetzt habe.

Wir stehen am Beginn eines „Goldenen Zeitalters“: Nach langem Darben hat sich die Menschheit von einer materiellen Welt zu einer mentalen Welt hin entwickelt, in der Reichtum und Chancen nicht mehr von Besitztum und sozialem Umfeld abhängen, sondern von der Persönlichkeit und der individuellen Art zu denken.

Meine angeborene Skepsis – oder mein mittlerweile schon entwickelter Spinnensinn – hat mich übrigens aus gutem Grund zwei von Tracys Büchern kaufen lassen:

Eines stammt aus dem Jahr 1998, also aus der guten alten Zeit vor dem Platzen der Internetblase (in Deutschland: Niedergang der „Neuen Märkte“) und vor dem Finanzcrash des neuen Millenniums. Das andere ist von 2009, es müssten also die negativen Erfahrungen der beiden Krisen schon mit eingegangen sein.

Laut Klappentext ist das Buch „Empfohlen für: Beruf und Privatleben“. Anhand einfach nachvollziehbarer Schritte („in sieben schritten zum Ziel“, „die sieben kritischen Erfolgsfaktoren“, „die vier strategischen Variablen“, „sieben Schritte zur besseren Entscheidung“ etc.) werden dem Leser bestimmte Erfolgskonzepte nahegebracht. Die Gliederung in Listen ist sehr übersichtlich, so dass es relativ einfach ist, die einzelnen Punkte in den anschließenden Übungen umzusetzen („Bestimmen Sie sieben kritische Erfolgsfaktoren“).

Das absolvieren der Übungen soll dabei helfen, große Visionen zu entwickeln und diese schließlich in die Realität umzusetzen. Dabei betont Tracy immer wieder, wie wichtig Wissen, Kreativität, Fleiß, Selbstdisziplin und harte Arbeit sind: „Alles, was je aus Ihnen wird, liegt allein in Ihrer Hand“ (S. 62). Ähnlich Napoleon Hill, hat Brian Tracy mehr als 3000 erfolgreiche Menschen interviewt, ihre Gemeinsamkeiten analysiert und wiederum Gesetze des Erfolges aufgestellt. Im Gegensatz zu Napoleon Hill allerdings gesteht Brian Tracy dem Leser auch Misserfolge zu und gibt Tipps, wie man Niederlagen überwinden kann:

Jeder erfolgreiche Mensch hat im Laufe seines Lebens zahlreiche Rückschläge, Hindernisse oder gar schwerwiegende Niederlagen erlebt. Ohne die Fähigkeit, positiv und konstruktiv auf solche Niederlagen zu reagieren und darüber hinwegzukommen, wären sie niemals erfolgreich geworden. Und diese Qualität, etwas zu überwinden, anstatt daran zu zerbrechen, wird auch Ihren Erfolg ausmachen. (S. 99)

Brian Tracy schafft es tatsächlich zu vermitteln, dass das einzige, worauf es ankommt ist, wie man mit den Fehlschlägen konstruktiv umgeht: Aus Misserfolg lässt sich tatsächlich etwas lernen.

Misserfolge müssen zunächst in die richtige Perspektive gerückt werden, die meisten Fehler sind, in der Retrospektive und in ihrem Verhältnis zum Ganzen betrachtet, eher klein. Der Schlüssel zu einer angemessenen Reaktion ist, klare Ziele zu formulieren, wie es nun weiter gehen soll: Kurzfristig und auch langfristig. Dies ist jedoch nur möglich, wenn man den inneren Widerstand gegen Probleme aufzugeben und statt gegen diese Schwierigkeiten anzukämpfen mit ihnen zu arbeiten. Diese Fähigkeit, mit Enttäuschungen und Rückschlägen auf positive und konstruktive Weise umzugehen, ist ein wichtiger Baustein des Erfolges – und außerdem eine erlernbare Fähigkeit. Wie man sie genau lernen kann, darüber schweigt sich Tracy aus. Er gibt lediglich den Tipp, im Voraus den Entschluss zu fassen, dass einen nichts, aber auch gar nichts aufhalten wird:

Wenn sie sich mental vorbereiten und dann die unausweichlichen Probleme auftauchen, werden Sie bereit sein. Sie werden schnell wieder auf den Beinen sein und bereit, darüber hinauszuwachsen, anstatt daran zu zerbrechen. (S. 110)

Oder wie Meister Yoda es ausdrückt, man muss lernen, immer bereit zu sein:

Ready are you? What know you of ready?

Außerdem greift Tracy noch auf einen weiteren Lehrsatz Yodas zurück:

Hmm. Control, control. You must learn control.

Um Ziele zu verwirklichen muss man in Möglichkeiten denken. Wie man über sich selbst denkt, formt – wie bei Napoleon Hill – die Realität. Aus diesem Grunde sollte es das primäre Anliegen sein, das eigene Denken unter Kontrolle zu bringen und auf die Dinge zu richten, die man im Leben erreichen will. Gleichzeitig sollen alle Gedanken von dem fern gehalten werden, was nicht zur Erreichung des Zieles dient. Ersteres geschieht – wie schon bei Napoleon Hill – durch das Positive Denken. Letzteres wird möglich, indem wir uns von allen negativen Einflüssen fernhalten: Von pessimistischen Menschen, von schlechten Nachrichten, von überflüssigem Medienkonsum. Wie man das macht, erklärt Tracy wiederum in wenigen Schritten, die einfach nachzuvollziehen, aber schwierig umzusetzen sind.

Nach Napoleon Hill ist die Wirklichkeit ein Abbild des eigenen Denkens, nach Brian Tracy, macht der Charakter den Unterschied in der individuellen Realität. Alles, was eine Person innerlich ist, wird früher oder später als äußeres Ergebnis sichtbar. Probleme werden dadurch verursacht, dass wir von den eigenen Überzeugungen – von denen wir wissen, dass sie gut, richtig und wahr sind – abweichen. Integrität wird somit zu einem zentralen Faktor des Erfolgs (S. 122). Allerdings ist diese Ansicht bei Brian Tracy keineswegs deterministisch: Integrität als Grundtugend und ein „guter Charakter“ können erlernt werden. Wird das Erlernte erfolgreich umgesetzt, führt dies zu innerer Macht und Stärke (S. 135). Oder wie es Yoda ausdrückt: „Mind what you have learned. Save you it can!“

Um Brian Tracys Lehren zu verinnerlichen, beschließe ich, einem ganzheitlichen Lernansatz nachzugehen: Neben den kognitiv-intellektuellen Aspekten will ich auch körperliche sowie affektiv-emotionale Aspekte berücksichtigen:

„Ganzheitliches Lernen ist Lernen mit allen Sinnen, Lernen mit Verstand, Gemüt und Körper.“ Klippel, Frederike (2000): Überlegungen zum ganzheitlichen Fremdsprachenunterricht. In: Fremdsprachenunterricht, Heft 4/2000. 242

Frau Klippel soll hier erwähnt werden, da sie eine meiner ehemaligen Dozentinnen ist. Pestalozzi hat es etwas verkürzt als Lernen „mit Kopf, Herz und Hand“ bezeichnet. Aber das hat Pestalozzi ja schon Ende des 18. Jahrhunderts so gesagt.

Wie dem auch sei, ich werde bei der Umsetzung von Thinking Big einen holistischen Ansatz verfolgen: Mein Intellekt und mein Charakter sollen auf jede erdenkliche Art zielführend gebildet werden. Das Foto zeigt übrigens Neil Armstrong beim Durchsehen seines Flugplans 🙂

Foto: NASA; http://www.hq.nasa.gov/alsj/a11/images11.html#5874h

Memo an mich selbst: Ich muss mich mal wieder mit Lukas treffen, dem alten Drachenflieger, und mich über Flugpläne unterhalten.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Neil_Armstrong_reviews_flight_plans.jpg