Monatsarchiv: Juli 2011

Ein Schneider fing ´ne Maus

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Der Schneider hat angerufen, mein Anzug ist fertig.

Er sieht perfekt aus, wie ich finde.

Leider ist Isi gerade nicht da und kann kein Foto machen. Sich selbst im Spiegel zu fotografieren sieht immer irgendwie komisch aus.

Mein Internet schreibt über Armani Anzüge:

„[Ein Armani Anzug] zeigt dem noblen Herren die Richtung und weiß, wo es lang geht.“

Recht hat es, mein Internet. Ich weiß wo es langgeht. Weiter finde ich:

 „[Armani Anzüge] kann man sich zwar nicht einfach so leisten und das soll man auch gar nicht, denn sonst wären sie ja nichts Besonderes mehr. Darauf spart man hin und leistet sich ihn anstatt eines Urlaubs. Das macht das Ganze aus. Wäre er günstig und könnte sich die Armani Anzüge jeder leisten, dann hätte sie auch jeder und sie wären nichts Besonderes mehr.“

Und schließlich (Gansterer wäre stolz auf mich, den Neuen Mann von Welt):

Denn wer Armani trägt, der hat ihn tatsächlich [den Geschmack]. Armani ist Eleganz in seiner Reinform.

Oh oh, am ende der Seite finde ich noch folgenden Nachsatz:

Dennoch sollte man gerade bei solch exklusiven Marken immer ein wenig Vorsicht walten lassen und nicht auf Angebote hereinfallen, die letztendlich keine sind. Wenn Ihnen beispielsweise ein Armani Anzug für beispielsweise 50 Euro angeboten wird – Finger weg. Sie können ziemlich sicher sein, dass es sich hier um ein Plagiat handelt. Und das erkennt man als Laie nicht.

Sollte mir das zu denken geben? Immerhin hatte ich vor dem Kauf im Internet recherchiert…

Später: Bandprobe.

Syl meint, es sei gar nicht wichtig, von welcher Marke der Anzug ist – wichtiger sei, dass er perfekt sitzt. Er vertraut da einem Herrenausstatter, der ihn stets perfekt berät und perfekt einkleidet.

Quelle: http://www.blog.de/tb/a/r/herrenbekleidung/armani-anzuege-mann-immer-chic-gekleidet/5787317/


…ein Ring, sie zu knechten…

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Einweiteres stilvolles Accessoire schlummerte bisher in meiner Schmuckschublade (genauer: Isis Schmuckschublade, ich habe gar keine): Ein goldener Ring mit schwarzem Stein. Ich habe ihn von meinen Eltern geschenkt bekommen als Anerkennung einer geistigen Leistung 😉 A long time ago, in a galaxy far, far away…

Wikipedia klärt auf:

Der Ring zählt zu den bekanntesten Schmuckformen. In allen Kulturen findet man ihn als Schmuck für die Hand und den Fuß. Ohrringe und Nasenringe gehören dagegen zu den Nadeln.

Wieder etwas gelernt. Und weiter:

Ringe gehörten sowohl im europäischen Mittelalter als auch in der Antike zu den beliebtesten Schmuckstücken der Oberschicht. Siegelringe waren Macht- und Würdezeichen.

Ich nehme mir vor, den Ring bei wichtigen Gelegenheiten zu tragen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ring_%28Schmuck%29


Zeit-Geist

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Verwendungszweck:       Tag Heuer Formula 1


Mit vollen Händen Geld ausgeben kann jeder, der es hat. Was jedoch Fingerspitzengefühl verlangt, ist, Geld nicht unbedingt für sinnvolle, dennoch aber für essenzielle Dinge auszugeben. Das ist eine Frage des guten Stils.

Und – so Gansterer – guten Stil vorweisen zu können ist eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg.

An dieser Stelle darf ich noch einmal kurz meine Herangehensweise an das Millionenprojekt in Erinnerung rufen: Ich hole Ratschläge von anderen ein, wie man am besten reich wird – und setze diese Ratschläge, dann in die Tat um.

Die Ratschläge erhalte ich von Freunden und Bekannten, aus dem Internet und aus sogenannten Erfolgs-Ratgebern, d.h. aus Büchern, in denen ein angeblich todsicherer Weg beschrieben wird, wie man es zu Reichtum und Erfolg bringt.

Die richtige Armbanduhr ist so eine Frage des guten Stils. Plastik-Bomber wie die Casio G-Shock sind zwar praktische Accessoires für Sport und Freizeit, aber eben auch nur dort. Genauso wie weiße Tennissocken (der Name verrät’s).

Schlammdichtigkeit einer G-Shock Mudman ist in einer wichtigen Besprechung wohl weniger gefragt, genauso wenig wie es sich empfiehlt, eine Pulsuhr mit Brustgurt zu tragen. Außer in der Besprechung geht es um Leben und Tod.

Die Uhr muss eine stilvolle Kombination aus Form und Funktion sein.

Also beschloss ich, eine solche Uhr zu kaufen.

Ich entschied mich für eine Uhr, die sowohl elegant, als auch sportlich ist: Sie soll alltagstauglich sein, aber auch zum Geschäftsanzug passen.

Bei der Wahl meines neuen Accessoires kam mir der Zufalle entgegen, in Form von Brad Pitt (er zeigt übrigens nur zufällig auf den Affen 😉 ):


Als ich gestern etwas ziellos in alten National Geographic blätterte, fiel mir eine Werbung auf der Rückseite der November-Ausgabe von 2005 auf: Auf einem Foto trägt Brad Pitt eine Uhr der schweizer Firma Tag Heuer. Der Slogan dazu lautet:

What are you made of?

Darunter:

Swiss Avant-Garde since 1860.

Nun finde ich Brad Pitt an sich schon extrem cool. Dass die Werbung in einem National Geographic Magazin ist, zeigt schon, dass es sich um Uhren für die härtere Gangart handelt. Abenteueruhren. Und wenn Brad Pitt schon fragt, woraus ich denn gemacht bin, dann antworte ich: Aus Stahl. Schweizer Avant-Garde passt auch ganz gut (siehe gestrigen Eintrag), verbindet man mit dem Begriff doch eine – eher künstlerische – Orientierung an der Idee des Fortschritts.

Eine Tag Heuer musste her. Eine Breitling wäre zu filigran, eine Rolex zu protzig und beide außerdem zu teuer. Die Schmerzgrenze zwischen einer Uhr und einer besonderen Uhr liegt bei ca. 1000€.

Da ich nicht so viel Geld habe, fuhr ich heute zum Uhrmacher meines Vertrauens. Als ich seinen Laden wieder verließ, hatte ich Tag Heuer Formula 1 von 2006 (gebraucht, sehr gut erhalten) mit Original-Schachtel und Original-Rechnung (1050€) dabei und musste Isi anrufen, dass ich gerade das Projektkonto mit weiteren 400€ belastet habe.

Von der Projektfront:

Jegliche Computerprogramme, die in der Medizin verwendet werden, müssen zunächst vom TÜV geprüt und für in Ordnung befunden werden: Unter anderem muss die Sicherheit der Daten gewährleistet sein, es sollen ja nicht einfach die Patientendaten des einen Patienten bei einem anderen auftauchen. Ebenso könnten Audio- und Video-Dateien, die als Diagnosehilfe oder als Referenz dienen von unzureichender Qualität sein und somit zu einer Fehldiagnose/Fehlbehandlung führen.

Solch ein TÜV-Zertifikat kostet übrigens ca. 15000€ und überschreitet leider mein Budget.

Dies ist übrigens einer der Gründe, warum man recherchieren (=lesen) sollte, bevor man sich an die „handwerkliche“ Arbeit macht 😉

 


Die Gunst der Ersten Stunde

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Die Gunst der Ersten Stunde

Ich bin lieber First Hour User als Technology Follower. Immer, wenn ein neues technologisches Gadget auf den Markt kommt, bin ich einer der ersten, die es kaufen (das iPad war eine Ausnahmen – quasi „kalter Entzug“, um Isi zu beweisen, dass ich nicht kaufsüchtig bin).

An erster Stelle zu sein, wenn es um technische Neuerungen geht, ist unabdingbar für einen erfolgreichen Mann von Welt. Die damit verbundene Neugier ist Ausdruck geistiger Vitalität und hat den Vorteil, dass man selbst nicht auf das oft abwertende Urteil von konservativen Leuten ist, die jegliche Neuerung verachten (s. auch Gansterer, Der Neue Mann von Welt, 100ff).

Am 20-jährigen Klassentreffen belauschte ich eine Unterhaltung zwischen zwei ehemaligen Klassenkameradinnen: „…da sagte ich zu unserer Auszubildenden: Und jetzt zeig mir mal, was man mit diesem Facebook alles machen kann. Wie? Man kann sich gegenseitig Nachrichten schicken? Dazu brauch ich doch kein Facebook. Da ruf ich einfach an…” – worauf die andere meinte: „Mein Internet geht eh schon seit einiger Zeit nicht mehr. Ich hab gar kein Facebook.“

Jedem, wie’s beliebt. Ich war Ende der 90er fasziniert, als die ersten 3D- Jump and Run-Spiele aufkamen und rannte sofort in den nächsten Elektronikladen, um ein Nintendo 64 zu kaufen. Erst dachte ich, mein altes Gehirn sei mit der neuartigen Computergrafik überfordert, aber dann war es, wie wenn man mit Handschellen an ein totes Zebra gefesselt ist: Erst denkt man, es ist was furchtbar Neues, aber man gewöhnt sich schnell dran.

 Foto von Marlith

 

Die Definitionen von FIRST und FOLLOWER bringens auf den Punkt:

FIRST: preceding all others in time, order, or importance;

FOLLOWER: 1a : one in the service of another b : one that follows the opinions or teachings of another c : one that imitates another

Anders ausgedrückt:

Don’t imitate, innovate.

 

 

Quellen: http://www.merriam-webster.com/dictionary/first; http://www.merriam-webster.com/dictionary/follower; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:N64_Controller.JPG?uselang=de


Tools and Toys

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Recherche über den teuersten Flipper aller Zeiten hat ergeben:

  1. The Who (angeblich wurde mal ein Exemplar für 1 Million Dollar verkauft)
  2. Ein Aaron Spelling Flipper: Von seiner Frau Candy Spelling in Auftrag gegeben. Ein teures Geschenk, 120 000 Dollar. Immerhin hat der Flipper ein Target mit Tori Spellings Konterfei, auf das man schießen kann 😉 Wenn man trifft, sagt eine Stimme “I love you, daddy.”
  3. Ein original verpackter Addams Family Flipper: 70 000 Dollar.
  4. verdient ebenfalls Erwähnung: Ein original verpackter Scared Stiff Flipper, der von Elvira persönlich versteigert wurde. Die Auktion wurde von Robert Winter archiviert, der Flipper ging für 10 300 Dollar. Als der Ersteigerer den Flipper abholte, war er überrascht, als ihm Elvira die Tür öffnete. Er bekam sogar noch ein Autogramm.

Weiter auf dem Weg zum erfolgreichen Mann von Welt. Ich brauche Accessoires:

The difference between men and boys is the size of their toys.

Wieder werde ich bei jemandem fündig, den ich mittlerweile nicht nur als Vorbild, sondern auch als persönlichen Freund betrachte: Richard Branson.

Auf der Seite von Virgin Media findet sich ein Artikel über die teuersten Spielzeuge.

An erster Stelle: Ein 3D-Simulator – er besteht aus 6 Sets mit jeweils 3 mobilen Plattformen, hat eine 3D-Projektionsfläche und bewegt sich auf 6 Achsen. Und das für nur 173 000 Britische Pfund (entspricht 197 187,9152€ zum aktuellen Tageskurs).

Weiter hinten findet sich tatsächlich ein Flipperautomat (NASCAR von Stern, Platz 8) und eine lebensgroße Robby the Robot-Figur (=31937,5471€, Platz 2).

Robby the Robot find ich nach wie vor super. Ich liebe die alten Twilight Zone-Folgen.  Die Figur würde gut zu meinem Flipper passen.

Quellen: http://groups.google.com/group/rec.games.pinball/browse_thread/thread/2043b97012377941/74615bd86987b362?lnk=raot; http://www.chacha.com/question/what-is-the-most-expensive-pinball-machine-ever-made; http://digg.com/news/story/The_most_expensive_Pinball_Machine_in_tthe_World; http://www.robertwinter.com/pinball/ss/ebay/auction.html; http://www.virginmedia.com/money/features/most-expensive-toys.php?ssid=1

 


Mulder, Fox Mulder

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Verwendungszweck:       Armani Anzug, gebraucht

 

Immer noch auf der Suche nach einem Armani-Anzug. Im Internet finde ich detaillierte Angaben zu Fox Mulder:

Steckbrief Fox Mulder


Name: Fox William Mulder
Derzeitige Abteilung: X-Akten
Rang: Special Agent
FBI-Dienstmarkennummer: JTT 04710111
Telefon:
(Privat):
(202) 555-9355
(Handy): (202) 555-0199 bzw. (202) 555-0160
Email: f_mulder@fbi.gov

Angaben zur Person:

Geburtsdatum: 13. Oktober 1961
Geburtsort: Chilmark, Massachusetts
derzeitiger Wohnort: Alexandria, Virginia
Größe: 180 cm
Haarfarbe: braun
Augenfarbe: grün
Blutgruppe: 0 negativ
Familienstand: ledig/ hat einen Sohn (William)/ nicht geschieden
Eltern: geschieden
Vater: William „Bill“ Mulder (war Mitarbeiter des Außenministeriums; ermordet von Alex Krycek)
Mutter: Teena Mulder, geb. Kuipers (Selbstmord, litt an einem Paget-Karzinom)
Geschwister: eine Schwester, Samantha T. Mulder (entführt am 27.November 1973; tot; X-Akte: X-42053)
Wohnort zur Zeit von Samanthas Verschwinden: Vine Street 2790, Chilmark
Spitzname: Spooky
Merkmale: Muttermal auf der rechter Wange, Rot-Grün-Farbenblindheit; liebt Sonnenblumenkerne; hat Angst vor Feuer
Lieblings – NBA-Team: New York Knicks
Haustier: einen norwegischen Elchhund namens Heinrich
Besonderheiten: wurde im Jahre 2000 von Aliens entführt
Ausbildung:
Mulder absolvierte als einer der Besten seines Jahrganges ein Psychologiestudium an der Oxford-Universität. Begann 1986 eine FBI-Ausbildung in Quantico.
Berufliche Tätigkeit:
Abschluss des Praktikums als Psychologe
Zur Abteilung für Gewaltverbrechen (Abteilung Verhaltensforschung) beordert
Als Agent zu den X-Akten beordert
Zur Nachrichtenabteilung beordert
Rückbeorderung zu den X-Akten als Agent

 

Da ein neuer Armani-Anzug mein Konto zu sehr belasten würde, entscheide ich mich für einen gebrauchten, gut erhalten.
In den Gelben Seiten suche ich nach einem Second Hand Shop und finde tatsächlich einen, der sich auf Abendgarderobe spezialisiert hat.
Direkt neben dem Laden ist eine Schneiderei, die mit einem riesigen Slogan wirbt:

WIR ÄNDERN ALLES!

Mesmerisiert stehe ich zehn Minuten davor und überlege, was ich alles ändern würde.

Im Laden ist es ein bisschen muffig. Ein sehr netter Verkäufer zeigt mir eine Auswahl von zwei Anzügen. Nicht gerade viel, aber einer ist tatsächlich in meiner Größe und sieht fast aus wie neu.
Der Anzug hat sogar ein certificato di autenticà (mit Schimmereffekt und Nummer drauf. Außerdem zeigt mir der Verkäufer die Original-Rechnung über 1350 Euro (ich habe natürlich vorher im Internet recherchiert, wie man am besten ein Plagiat erkennen kann – wirklich sicher kann man sich nie sein, da die Fälschungen immer besser werden, aber der Verkäufer macht vertrauenswürdigen Eindruck).
Ich gebe dem netten Verkäufer 250 Euro für den Anzug und gehe nach nebenan, um ihn ändern zu lassen.
Das dauert länger, als ich gedacht habe. Der Anzug passt anscheinend doch nicht so gut – oder zumindest nicht so, dass es den Schneider, der tatsächlich alles ändert, zufrieden stellen würde. Eine geschlagene Dreiviertelstunde nimmt er Maß, steckt Stecknadeln in den Anzug und verziert ihn mit Kreidestrichen.

Ergebnis: In einer Woche kann ich ihn abholen.
Kosten: 150 Euro.
Gesamt: 400 Euro.


eine rote Büroklammer

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Verwendungszweck:       One Red Paperclip, Kyle McDonald: 0,01€!

Habe den Vorschlag von Steinkäuzchen aus dem Chefkoch-Forum (www.chefkoch.de) aufgegriffen und mal bei One Red Paperclip nachgeschaut (http://oneredpaperclip.blogspot.com/).

Eine super Story!

Ein Typ namens Kyle hat am 12. Juli 2005 gepostet, dass er ein – größeres/besseres – Tauschobjekt für eine rote Büroklammer sucht. Ein paar Tage später tauschte er die Büroklammer gegen einen Stift in Fischform, dann gegen einen Türknauf und so weiter. Am Ende (nach nur 14 Tauschgeschäften) hatte er ein Haus in der 503 Main Street in Kipling Saskatchewan.

Unglaublich!

Bisher kannte ich die Geschichte nur vom Hörensagen und dachte, es war ein kleiner Junge, der sein Handy gegen einen Porsche getauscht hat. Die tatsächliche Geschichte – und die Idee, die dahinter steckt – ist allerdings noch um Längen besser.

Auf seiner Internetseite schreibt Kyle, dass die rote Büroklammer mehr symbolischen Charakter hat und eigentlich für eine Idee steht, die man verwirklichen will – ein neues Projekt. Der erste Zündfunke. Das Wichtigste ist hierbei, dass man aus der Idee tatsächlich etwas macht.

Das trifft genau den Punkt!

Das ist das Killer-Argument gegen all die Miesepeter dieser Welt, die sagen „fang mal an zu arbeiten“, „das klappt sowieso nicht“ oder „seid ihr wirklich so naiv“.

Mir geht es wie Kyle: Ich versuche, Spaß zu haben und ein großer Teil des Spaßes besteht darin, etwas zu tun, das anderen gefällt.

Fred Gratzon wäre stolz auf mich: Wenn es Spaß macht, ist es keine Arbeit – nach seiner Definition.

Fun Fact: Kyle hat sein Projekt in einem Buch zusammengefasst: Kyle MacDonald: One red paperclip. Biete Büroklammer – suche Haus. Die verrückteste Internet-Tauschaktion der Welt. Aus dem Englischen übersetzt von Katy Albrecht. ISBN 978-3-596-17650-2

Hab mir gleich das Buch bestellt: Für 0,01€ plus 3€ Porto! Wer verkauft Bücher für einen Cent?

Wenn aus unseren Ideen nichts wird, kann ich ja immer noch ein Buch drüber schreiben.

Andererseits: Wer liest gerne vom Scheitern anderer?

Nochmal andererseits: Ich wette, da gibt es einige 😉

Nochmal andererseits: Wenn das Buch dann für 1 Cent verkauft wird, wie viele müsste ich dann verkaufen, damit ich 1 Million Euro verdiene?


Erhöhe den kreativen Output

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Orell hat recherchiert.

Er schlägt vor, den kreativen Output zu erhöhen: Ich sollte jeden Tag eine Erfindung machen, damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nach 365 Tagen eine dabei ist, die Erfolg hat. Eigentlich stammt die Idee aus Japan, dort heißt sie Chindogu (jap. Für seltsames Gerät): Ein Chindogu löst ein tatsächliches Problem auf besonders kreative Weise – allerdings ist der Einsatz eines Chindogus nicht wirklich praxistauglich. In einem Interview mit GEO (Nr. 8/2006)  meint der Erfinder des Chindogu, Kenji Kawakami: „Bei normalen Erfindungen geht es nur ums Geldmachen. Das ist mit Chindōgus anders. Sie lehren uns, wie wir kreativ Ideen umsetzen können.“

Ein Beispiel: Das Schnupfen-Chindogu, ein Hut, auf den eine Klorolle montiert ist (zum nach vorne Abrollen). Bei Heuschnupfen kann man einfach nach oben greifen, ein paar Blätter Klopapier abreißen und sich schneuzzen.

Aber: Wer will schon mit einer Klorolle am Kopf durch die Gegend spazieren.

Kawakami hat recht: Geld lässt sich damit wahrscheinlich nicht machen.

 

Weitere Tipps von den Chefköchen:

  • Brutzel schreibt: Als erstes muss man über genug Startkapital verfügen, zur Not das gesamte Leergut auf einen Schlag zurück bringen… 'Die EG-Gesundheitsminister: Rauchen gefährdet die Gesundheit'

Guter Tipp, schon erledigt. Waren etwas über 130 Euro. Muss ich bei Gelegenheit wieder machen.

  • Herr_Mahlzahn meint: Oder Brecht hatte da eine Idee, die basierte auf den Handel mit Karfiolen.

Uh oh, das ging aber in der Realität nicht sooo gut aus. War denn „Der Aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ nicht eine Metapher auf das Dritte Reich?

Ah: Wikipedia sagt: In einer Parabel werden die Machtergreifung und der Machtausbau Hitlers in die Gangsterwelt transferiert. Vorbild war das sich damals entwickelnde Gangstermilieu in den USA. Die Hauptfigur Arturo Ui soll im Wesentlichen Adolf Hitler darstellen, hat jedoch auch Züge von Al Capone. (http://de.wikipedia.org/wiki/Arturo_Ui)

  • Rene Marenga schreibt: Kannst es natürlich auch mit ner Zeitmaschine versuchen und Dir die Lottozahlen vom nächsten Samstag besorgen. Muß es ne Million in Euro sein? Mit anderen Währungen könnte es leichter werden!

Foto von Terabass.

Einen Flux-Kompensator hätte ich schon – jetzt brauch ich nur noch den passenden Sport-Almanach dazu 🙂

  • Tpunkt sagt: „Hinter jedem großen Vermögen steckt ein Verbrechen.“ Oder, wie der Volksmund sagt: Mit ehrlicher Arbeit ist noch nie einer reich geworden. Da moralisch fragwürdige Geschäftsmodelle ausgeschlossen sind, kann das mit der Mio also nix werden.

 

Aber bei Kyle mit dem Red Paper Clip hat’s doch funktioniert. Seit dem Tipp von Steinkäuzchen bin ich voller Zuversicht.

  • aholl schreibt:  Aber er hofft wohl, seinen Blog mit der „unauffälligen Werbung“ so bekannt zu machen, dass irgendjemand ihm Werbeeinnahmen anbietet oder ihm das Ding abkauft. Dafür dürfte die Zeit wohl bereits abgelaufen sein, die Geschäftsidee haben wohl schon ein paar mehr mit interessanteren Themen…

Zunächst hatte ich aholls Idee für einen guten Vorschlag gehalten bis ich mich beim Provider meiner (veralteten 😉 Homepage (www.sundog.de) informierte: Der meint, wenn ich von Anfang an Werbung geschaltet hätte, z.B. mit google-Ads, dann könnte ich nach einem Jahr – wenn’s gut läuft – auf so circa 1€ Gewinn kommen. Das mach ich dann 1 Million Jahre.

Echte Frage: ist denn tatsächlich schon jemand reich geworden, weil er einen Blog geschrieben hat? Durch Klicks? Das funktioniert doch nur bei youtube-Videos mit ein paar Millionen klicks.

  • Immerhin schreibt aholl dann noch: Einen Tip hätte ich noch, weil ich ja schon mehrfach Millionärin war. Mal ein paar Euro tauschen, in Indonesische Rupiah, in Laotische Kip oder (am billigsten zum Ziel führend) Vietnamesische Dong. Für unter 100 Euro zu haben, in Vietnam sogar unter 50 €.

Leider hab ich mir zum Ziel gesetzt, 1 Million Euro zu verdienen. Vielleicht kommen mir ja die Staatspleiten von Griechenland, Spanien und Italien entgegen und wir haben bald eine galoppierende Inflation 😉

 

Später: Bandprobe.

Heute hat’s gekracht. Eigentlich hat es mehr Bumm-Bumm-Bumm gemacht. Habe für die Band einen Subwoofer gekauft. Wenn ich jetzt das Basspedal meines Schlagzeugs trete, dann hört man das nicht nur, sondern spürt es auch 🙂

Allgemein gute Laune.

Die Postbotin freut sich auch immer, wenn sie uns beliefern darf. Isi freut sich ein kleines Bisschen weniger. Ich gebe zu viel Geld aus und verdiene zu wenig 😉

Die Postbotin hat übrigens ihr Einveständnis gegeben, dass ich das Foto poste.

Postbotin wird gepostet. Hört sich komisch an.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Chindogu; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Back_to_future-deloran-dmc-time_machine-terabass.jpg


Köche sind die besseren Ratgeber

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Isi hat recherchiert.

Nachdem ich ihr von meinem zweifelhaften Erfolg im Flipperforum erzählt hatte, hat Isi im Kochforum (www.chefkoch.de) einen Thread gestartet und um Hilfe beim Millionenprojekt angesucht.

Fazit: (Chef)Köche sind bessere Ratgeber als Flipperspieler!

Aber der Reihe nach.

Zunächst sind natürlich die üblichen Kommentare gekommen:

  • Träumt mal schön weiter!
  • Wenn ich die hätte, dann säße ich nicht mehr hier . Mal ganz ehrlich….seid Ihr so naiv oder ist Euch einfach nur langweilig ?
  • Wenn es Millionen für alle gäbe, wäre das Forum hier leer!!!!!!!!!!! Wir arbeiten in der Gastronomie, und die ist nun mal sauschlecht bezahlt in Deutschland!
    Ich arbeite zwar selbst nicht in der Gastronomie, werde aber auch schlecht bezahlt. Wahrscheinlich liegt das an meinen Kochkünsten 😉 Ich bin eher Esser als Koch.

Dann wird’s interessant:

  • Greeneyedmonster macht mich darauf aufmerksam, dass ich für die Fotos eine Lizenz benötige, ansonsten droht Abmahnung (=1 Million bezahlen statt sie zu verdienen).  Danke für den Tipp, der ist heute wichtiger denn je (bei dem ganzen Abmahnwahnsinn, der momentan läuft). Alle Fotos sind entweder von mir selbst oder von Wiki-Commons (d.h. mit Common Licence und Quellenangabe). Ich hoffe, das genügt den Rechteinhabern. Ich will mich ja nicht bereichern oder den Eindruck erwecken, alle Fotos wären von mir. Deshalb gibt’s leider auch kein Foto von Don Johnson in Anzug und Espandrillos
  • aloisia meint: da war doch der film wo ein mann seine ehefrau für eine Million………..
    Ein unmoralisches Angebot (1993) – mit Robert Redford, Demi Moore und Woody Harrelson. So weit ich mich erinnere, verkrachen sich Demi Moore und Woody Harrelson da ganz furchtbar und ihre Ehe geht in die Brüche. Ich liebe doch meine herzallerliebste Frau (hoffe, sie liest das hier!). Außerdem fällt alles aus, was unmoralisch/unethisch ist.
  • biene1991 meint: 1. bei wer wird millionär anmelden; 2. ne marktlücke entdecken und n guten berater haben; 3. nicht Franjo Poth heißen; 4. SETZ DIE HAPPY PILLEN AB!!!!
    Bei Wer wird Millionär versuch ich’s schon seit einiger Zeit, bin leider noch nicht durchgekommen.
    An Nr. 2 arbeite ich gerade, Nr. 3 scheidet aus 😉 und die HAPPY PILLEN ABSETZEN trau ich mich nicht, sonst wird die Realität noch unerträglich.
  • Steinkäuzchen meint: Könnt es ja nach dem Prinzip von „ONe red Paperclip“ versuchen und durch Tauschgeschäfte reich werden (dafür empfehle ich wie immer gerne die gebührenfreie Tauschbörse Tauschgnom.de – gebührenfrei ist ja auch für euch wichtig, sonst geht das ganze Geld direkt wieder flöten
    In Amerika hat angeblich mal ein kleiner Junge ein Handy gegen einen Porsche getauscht. Wär schon mal ein Anfang.
  • Pentlinger meint: Probiere es mit Arbeit und lass es sonst sein.!!!!!!!!!
    Arbeiten ist ja gerade das, was ich nicht will 😉
  • Sabine-HH sagt: N’abend, irgendwo hab ich mal gelesen, dass man als Tellerwäscher anfangen muss… ich glaube, das funktionierte in New York.
    Okay, das ist schon mal ein guter Start – Tellerwäscher bin ich schon.
  • salvy schreibt: eine Sekte Gründen und den Guru machen. oder sich irgendein altes Unkraut raussuchen und als uraltes Heilmittel groß rausbringen.
    Das hört sich gut an. Bei Gelegenheit werde ich mal recherchieren, was man so können muss als Guru oder als Druide. Und dann HAPPY PILLS verkaufen. Eine wissenschaftliche Studie hat herausgefunden, dass Placebos auch wirken, wenn der Patient weiß, dass es sich um Placebos handelt (http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12748-2010-12-30.html).

  • Ehfie sagt: Über sehr gut geschriebene Blogs kann man auch Geld verdienen.
    Scheidet auch aus, ich will keine Werbung auf dem Blog und auch keinen Facebook-like-Button. Da bin ich old-school.
  • Nick67 meint: Tach!
    Waffenhandel
    Prostitution
    Menschenhandel
    Drogen
    Bank gründen
    Oder alles gemeinsam.
    Tschuess, nick67
    — Life Is Too Short To Be Taken Seriously. — Oscar Wilde. —
    Unmoralische Angebote, wie gesagt, fallen aus. Ich mag an diesem Posting besonders den Footer 🙂

Quellen: http://www.chefkoch.de/forum/2,22,576778/Projekt-die-Million.html; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Guru_meditation.gif; http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12748-2010-12-30.html


Drinnen ist es kühler

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29°C und 64% Luftfeuchtigkeit (gemessen mit unserer Terrassenwetterstation): Die Kinder waren am Durchdrehen. Deshalb ab in den Keller.

Während die Kinder Schlagzeug und Kicker spielten, durchstöberte ich die Regale und fand einen Stapel alter Rolling Stone Magazines aus den 90ern. Auf den Titeln: Bruce Springsteen, Lenny Kravitz, Guns n’ Roses, die schwangere Demi Moore (damals eine Skandalausgabe!), Tom Cruise und – Gillian Anderson!

Als die ersten Folgen von Akte X im deutschen Fernsehen liefen (1994), war ich tief beeindruckt: Das war die Twilight Zone meiner Generation – eine zu diesem Zeitpunkt einzigartige Mischung aus Science-Fiction, Horror und Krimi, die genau den Zeitgeist der 90er (fin de millennium) traf.

Und das mit Stil.

Foto: Alistair McMillan (alistairmcmillan)

Erkennt man die Ähnlichkeit zwischen Mulders Büro und meiner Bibliothek? 🙂

So viel zum Positiven Denken.

In dem Rolling Stone Interview antwortete Chris Carter, der Schöpfer der X-Files, auf die Frage, warum seine Darsteller immer Armani-Klamotten tragen lapidar: „Die sitzen am besten.“

Ich brauche einen neuen Anzug und will einen von Armani.

Ein Klassiker separates the boys from the men: Form und Farbe drücken schließlich Charakter aus und sind ein Signal an das Gegenüber. Ein schwarzer Anzug darf in keinem Kleiderschrank fehlen und passt sowohl zum Business- als auch zum Abendtermin.

Kurze Recherche zeigt: „Die Preise varieren, aber liegen bei einem 2teiligen Anzug (also ohne Weste) bei knapp 1000€ mindestens. Nach oben gibt es praktisch keine Grenze.“ (Lockenzaehler auf Gute-Frage.net)

Misto.

Fahre morgen in die Stadt, um die Grundgarderobe einzukaufen und frage mal im Second-Hand-Laden meines Vertrauens nach (der Standardwitz soll hier nicht unerwähnt bleiben: „Kommt ein Einarmiger in einen Second-Hand-Shop“ – mit Gruß an Orell).

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mulder%C2%B4s_office.jpg?uselang=de; http://www.gutefrage.net/frage/armani-anzug-massgeschneidert