Muskelaufbau durch Kopfkino

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Nachdem ich gestern wohl zu lange in der Sonne gesessen hatte und vielleicht doch ein Biermixgetränk zu viel hatte, brachte mir Orell heute eine Zeitschrift mit, in der Tipps gegen Kater stehen: Men’s Health. Vom Dezember 2010. Die hatte ihm Mia zu Weihnachten geschenkt.

Ich bin immer noch nervous, tense, tired, trinke einen Mutivitamin-Mix aus einem Plastikbecher mit Freibad-Logo.

Der Name der Zeitschrift ist Programm, es geht überwiegend über Männer und Gesundheit. Allerdings gehen die Macher der Zeitschrift anscheinend davon aus, dass die Gesundheit zu einem nicht geringen Teil von sexueller Aktivität sowie von körperlicher Attraktivität abhängt. Die Zeitschrift fasst sich selbst folgendermaßen zusammen: Magazin mit Zielgruppenschwerpunkt Männer. Beraterrubriken für Fitness und Leben. Die Themen der Dezemberausgabe sind vielversprechend: Sex-Themen, Fitness, Penis im Einsatz, Die schönsten Frauen bei Men’s Health, Slow Sex, Love&Sex-Specials, Die trendigsten Männer-Frisuren. Diese sind den allgemeinen Rubriken Fitness, Health, Food, Men’s Diet, Love, Style, Tech und Life untergeordnet. Sogar eine eigene Community gibt es auf der Website.

Ich finde einen Artikel, der mir sehr entgegen kommt: Muskelaufbau durch Kopfkino. (vom 14.11.2001: http://www.menshealth.de/fitness/mehr-muskeln-mit-gedanken-workout.18065.htm). Es geht darum, dass die bloße Vorstellung körperlicher Aktivität bereits ausreicht, um Muskeln aufzubauen. In einer Studie wurden dreißig Junge Männer in drei Testgruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe sollte sich vorstellen, den kleinen Finger zu trainieren, die zweite Gruppe sollte den Armbeuger trainieren. Die Kontrollgruppe brauchte keinen geistigen Sport zu treiben sondern durfte an etwas anderes denken. Alle Probanden wurden festgeschnallt, um sicher zu stellen, dass nicht doch der ein oder andere einen Finger rührte. Jeweils vor und nach dem mentalen Training wurde die Kraft in den entsprechenden Körperteilen gemessen. Das Ergebnis: Bei den Personen, die sich vorstellten, ihren kleinen Finger zu trainieren, wurde tatsächlich ein Kraftzuwachs von 35 Prozent gemessen. Das Gedankentraining der Armbeuger wurde mit 13,4 Prozent Kraftzuwachs belohnt. Die Kontrollgruppe ging leer aus. Außerdem wurden bei den beiden aktiven Gruppen starke Hirnsignale gemessen, woraus sich schließen lässt, dass der Kraftzuwachs tatsächlich durch Hirnströme verursacht wurde.  Die Grundlage für die Untersuchung bildete eine Studie, aus der hervor ging, dass einseitig ausgeführte Übungen auch die andere Körperseite beeinflussen, indem das Gehirn Signale auch an Stellen schickt, die nicht körperlich aktiv sind. Der Leiter der Studie glaubt, dass dieses Kopfkino gut ist für alle, die Schwierigkeiten haben, körperliche Übungen zu machen – oder dies einfach nicht wollen.

Ich lege mich auf die Couch und trainiere mir mental einen Waschbrettbauch an. Isi meint, das sei nicht im Sinne der Studie. Ich widerspreche und schlafe weiter.

Für den Erfolg.

Und für die Superkompensation.


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