Monatsarchiv: September 2011

Freibad

Kontostand:                  -2882,69

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                   00,00

Verwendungszweck:       –

Heute Nachmittag war ich im Freibad. Das hatte zwar schon geschlossen, aber das Wetter war schön, das Wasser noch in den Becken und außer mir keine Menschenseele im Bad.

Das Jahr des Sommers. Er war endlich da. Nicht irgendein Sommer, sondern der Sommer des Jahrhunderts. Der Sommer, auf den jeder gewartet hatte. Die Sonne brannte von einem Himmel herunter, der die ausgewaschene Farbe von Jeans hatte. Überall waren die Rasenmäher zu hören, das Lachen von Kindern, die unter Sprinkleranlage durchliefen, Rollerblades auf dem Asphalt und im Radio die Wettervorhersage, die sich eine Schlacht mit dem neusten Sommerhit lieferte. In der trockenen Hitze roch es förmlich nach Gewitter, das für Abkühlung sorgen sollte, sich aber beständig weigerte zu kommen. In der Zwischenzeit wurde das Leben jedoch bestimmt von Kühlen Getränken mit Eiswürfeln und Orangenscheibchen am Rand. Es war ein Sommer wie aus dem Bilderbuch, ein Leben, wie man es sich nur wünschen konnte.

Ich war schon eine Ewigkeit nicht mehr in dem Freibad gewesen, in das wir als Kinder fast jeden Tag gegangen waren. Ich erinnerte mich an die Zeit, als meine Freunde und ich am ersten Tag der Saison in dieses Freibad gingen und es am letzten Tag der Saison als letzte wieder verließen. Ich roch das gechlorte Wasser und empfand den Duft als angenehm, hörte das Gewirr von Kinderstimmen und lächelte bei dem Gedanken an diese vergangene Zeit. Die Sonne auf meiner Haut tat gut und mein Rücken war gespannt von den ewigen Nachmittagen auf der Wiese auf der anderen Seite der Brücke über dem Bach, der das Freibad in zwei Hälften teilt.

Für 1,50 konnte man damals am Kiosk eine Portion Pommes Frites bekommen. In einer dreieckigen Tüte, bei der sich in der Spitze das Ketchup sammelte und das Papier durchweichte. Von Chlor und Sonne waren meine Haare gebleicht und meine Augen rot. Das Gras prickelte auf meiner Haut, als ich mich ohne Strandmatte auf die Wiese legte. Ich wackelte mit den Zehen, wenn mich Fliegen an den Füßen kitzelten und fuhr mir mit der Zunge über die Lippen, die von der Sonne ausgetrocknet und spröde waren.

Ein Blick auf die Uhr – und ich bemerkte, dass sie stehengeblieben war. Schon seit ein paar Tagen gaben sich die Zeiger meiner Uhr nur noch spärlichen Zuckungen hin, und ich hatte mir schon längst vorgenommen, die Batterie zu ersetzen. Und nun war es so weit: Mein Zeiteisen hatte eine wichtige Eigenschaft verloren, nämlich die, die Zeit anzuzeigen. Das hieß, von nun an war ich auf andere Uhren angewiesen, aber da gab es ja genug Auswahl: Bahnhofsuhren, Uhren in Kneipen, Kirchturmuhren, Uhren an öffentlichen Plätzen, die Uhr im Freibad und was es sonst noch alles gibt, und zur Not kann man ja jemanden nach der Uhrzeit fragen, denn wer hat heutzutage schon keine Uhr.

Praktisch befindet sich an jedem Ort eine Uhr, und ich wette, dass man in seinem ganzen Leben, egal, wo man sich gerade befindet, nie mehr als zwei Meter von der nächsten Uhr entfernt ist. Wahrscheinlich sind sogar schon die Eingeborenen am Amazonas mit einer Timex ausgestattet, und es könnte durchaus sein, dass Mr. Armstrong auf dem Mond bei einer technischen Reparatur seiner Rakete zufällig seine Weltraumuhr verloren hat. Wie lautete gleich der Werbespruch für Alien? „Im Weltraum hört dich niemand schreien!“ na ja, schreien vielleicht nicht gerade, aber wenn es eine echte Breitling war, dann tickt sie wohl heute noch. Es ist eigentlich nicht traurig, sondern eher schon wieder komisch: Von dem Augenblick  an, an dem wir das Licht der Welt erblicken, bis hin zu unserem Tod, wird unser ganzes Leben, das dazwischen liegt, von der Zeit bestimmt. Die Umdrehungen der Erde, der Sonne und des Mondes beeinflussen den täglichen und jährlichen Rhythmus von Hell und Dunkel, von Sommer und Winter und sogar den des Körpers: Wachen, Schlafen, Essen, alles richtet sich nach dem Rhythmus der Zeit. Und Dank dem Fortschritt der Wissenschaft ist die Messung dieser Zeit seit Erfindung der ersten Sonnenuhr immer präziser und gnadenloser geworden: Von Jahren zu Monaten zu Tagen zu Stunden zu Minuten zu Sekunden und zu Nanosekunden. Es gibt keine Entschuldigung dafür, wenn man einmal gerade nicht weiß, wie viel Uhr es ist. Jeder Zeitpunkt ist genau festgehalten. Und wir haben uns auch noch darauf eingelassen.

Wir haben die Uhrzeit erfunden, um danach leben zu können. Sie sagt uns, wann wir morgens aufstehen müssen, wann in der Arbeit, und in meinem Falle, wann ich heute bei Mark zu spielen hatte. Wir leben auf einem Planeten, der in Wirklichkeit ein riesiger Terminkalender ist, mit eingebauter Digitaluhr, versteht sich.

Aber bei aller Präzision unserer Zeitrechnung, so erfüllt diese Uhr ihre Aufgabe doch durchwegs unexakt: Augenblicke, in denen man etwas Unangenehmes erlebt dauern ewig. Zum Beispiel die Zeit, welche die morgendliche Dusche braucht, um endlich das herabregnende kalte Wasser durch warmes zu ersetzen. Glücksmomente jeglicher Art hingegen vergehen grundsätzlich viel zu schnell, wie die unmessbar kurze Zeit purer geschmacklicher Verzückung beim Trinken von Diet-Coke, bis der fade Nachgeschmack einsetzt.

Ich glaube, das mit der Erfindung der Uhr war der größte Fehler der Menschheit neben der Erfindung von Diet-Coke. Hätten wir uns nicht selbst die Last der Zeitrechnung auferlegt, wer weiß, vielleicht würden die angenehmen Momente des Lebens dann länger dauern. Aber, ich befürchte, die meisten Menschen würden das gar nicht wollen. Sie sind wahrscheinlich zufrieden mit der Zeit und so wie sie eingeteilt ist. So braucht man sich wenigstens nicht selbst auch noch Gedanken zu machen, wie lange dieser und jener Moment dauern soll. Da ist es schon besser, wenn man etwas hat, das einem sagt, wann man aufstehen muss. Und schließlich soll es ja doch Menschen geben, die den Geschmack von Diätlimonade mögen. Ich jedenfalls würde mich freier fühlen, wenn ich nicht jeden Morgen sicherheitshalber fünf Minuten das Wasser laufen lassen müsste, bevor ich mich in die Dusche wagen kann.

Hier im Freibad hatte sich so einiges verändert. Um düstere Gedanken zu vertreiben, zog ich die Schuhe aus und ging ein wenig barfuß umher, bis mir die Fußsohlen weh taten – im Gegensatz zum angenehm kühlen Gras waren die Pflastersteine neben den Becken trotz des Wassers, das sie dunkel färbte, so heiß, dass ich glaubte, meine Füße würden jeden Moment getoastet werden. Um für Abkühlung zu sorgen, setzte ich mich an den Beckenrand und ließ die Beine ins Wasser baumeln. Drei Kinder machten sich einen Spaß daraus, vom Sprungturm aus gezielt Leute anzuspritzen, die den Fehler begingen, zu nahe am Becken vorbei zu gehen. Als mich einer der drei so provokant sitzen sah und gleich darauf mit den anderen verdächtig zu tuscheln begann, wobei er in meine Richtung zeigte, ergriff ich kurzerhand die Initiative und sprang freiwillig ins Wasser.

Wie ich es in meiner Kindheit getan hatte, tauchte ich zunächst an der tiefsten Stelle des Beckens zum Boden, hob anschließend das Eisengitter des Abflusses heraus, um es als Ballast zu benutzen und setzte mich im Schneidersitz auf den Boden. Das Chlor brannte in meinen Augen aber ich ließ sie offen. Von hier unten sahen die Beine der Leute, die über mich hinweg schwammen lustig aus, mit ihren Schwimmstößen wie übergroße Frösche. Sogar das Geschrei der Jungs am Beckenrand konnte ich noch hören, allerdings war es jetzt mehr ein undeutliches Geblubbere. Eines der Kinder sprang wieder ins Wasser und ich bekam so einen Schrecken, dass ich glaubte, mein Herz sei für einige Schläge stehen geblieben. In den Luftblasen, die der Junge nach unten zog, während er seine Bombe machte, war ich mir sicher, das Gesicht des Mädchens zu sehen, das mich überall hin verfolgte, wie es schien. Kleinere Bläschen, die nach oben stiegen, sahen sogar aus wie Regentropfen. Ich geriet in Panik, ließ das Gitter fallen, ohne es wieder in die richtige Position zu rücken und schwamm an die Oberfläche. Am Beckenrand prustete ich und hörte mein Herz im Kopf klopfen. Trotz der Hitze hatte ich plötzlich eine Gänsehaut; nicht ganz so lässig wie ich hinein gesprungen war, kletterte ich wieder aus dem Becken heraus.

Um alte Erinnerungen aufzufrischen ging ich in das Café des Schwimmbads, doch ich wurde mit einer Enttäuschung konfrontiert: Es gab weder Pommes Frites, noch die Gummibärchen, die ich als Kind dort immer gegessen hatte. Als Entschädigung gönnte ich mir einen Cappuccino in der Sonne, um meine Laune und meinen Koffeinspiegel wieder etwas zu heben. Während ich auf der Terrasse saß und die Menschen im blauen Schwimmbecken unter mir beobachtete, setzte sich ein Mädchen zu mir an den Tisch. „Entschuldigung, kennen wir uns nicht?“ Sie hatte ein hübsches Gesicht und dunkle Augen und war wahrscheinlich jünger als sie aussah. „Netter Versuch“, antwortete ich und lachte. „Nein, ich meine wirklich“, beharrte sie, doch sie kam mir immer noch nicht bekannt vor, weshalb ich antwortete: „Ich wüsste nicht woher.“ – „Wir waren einmal Nachbarn“, sagte sie und hob dabei die Augenbrauen, wie um mich durch ihre Mimik davon zu überzeugen. Trotzdem konnte ich mich nicht erinnern. Enttäuscht atmete das Mädchen tief durch und begann zu erklären: „Wir haben vor ein paar Jahren im Haus neben euerem gewohnt. Ich hab dich immer auf dem Weg zur Schule gesehen.“ Schön langsam fiel der Groschen: Etwa ein Jahr lang hatte der Besitzer des Cafés neben uns gewohnt. Er hatte zwei Söhne und ich unterhielt mich wahrscheinlich gerade mit seiner Tochter. Sie bestätigte diese These: „Meinem Vater gehört das Café. Meine Mutter arbeitet in der Küche, der Kellner da drüben ist einer meiner Brüder und ich bediene auch hier.“ – „Ein richtiger Familienbetrieb, was?“ Sie zuckte die Schultern „Könnte man sagen.“ Dann sah sie mich mit einem Lächeln an. „Wie viele seid ihr in eurer Familie?“ Ohne zu überlegen antwortete ich: „Ich.“ – „Nur du? Und deine Geschwister? Deine Eltern?“ Die Antwort schien sie zu verblüffen, was ich eigentlich gar nicht verstehen konnte. Sie sah mich an als wäre ich von einem anderen Planeten, und so sah ich mich genötigt, zu erklären: „Meine Eltern sind tot. Ich habe keine Geschwister.“ – „Du bist ein Einzelkind?“ Im wahrsten Sinne des Wortes. „Wenn man keine Geschwister hat, ist man immer ein Einzelkind.“ Sie legte die Stirn in Falten. „Keine Onkel oder Tanten?“, fragte sie nach kurzem Zögern. „Wir haben den Kontakt verloren.“ Ich nahm einen Schluck von meinem Cappuccino, um mir weitere Ausführungen zu ersparen. „Sonst auch niemand?“, bohrte sie nach. – „Nein“, enttäuschte ich sie, „keine Verwandtschaft.“ Ich konnte dem Mädchen ansehen, wie ihr Gehirn arbeitete. „Wow. Ist das nicht ein seltsames Gefühl?“, meinte sie schließlich. „Was?“ – „Zu wissen, dass es keinen kümmert, was du gerade treibst. Du könntest vom Erdboden verschwinden und es würde keinem auffallen, was?“ Als sie merkte, was sie gerade gesagt hatte, sah sie verlegen zu Boden. „Denke selten darüber nach“, half ich ihr aus der Patsche. „Ein Einzelgänger also.“ – „Ich schätze“, meinte ich trocken. „Oh Mann, ist das traurig.“ Ich sah schon, wo mich dieses Gespräch hinführte und ich wollte da nicht hin – weil ich die Routine desselben Gesprächs in den letzten Jahren schon zu oft gehabt hatte. Sobald bei meinem Gesprächspartner Mitleid aufkam, bedeutete dies immer, dass ich von meinen Eltern erzählen musste. Ein Thema, dem ich gerne aus dem Weg ging.

Meine Eltern waren vor ein paar Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Seit dem hatte ich versucht, damit leben zu lernen

Ich trank meinen Cappuccino aus und stand auf. „Vielleicht sehn wir uns mal wieder“, sagte sie. „Ja, vielleicht“, antwortete ich und ging, was zugegeben nicht gerade höflich war, doch ich hatte einfach keine Lust auf diese Art von Konversation. Dazu kam ein gewisses Schuldgefühl dem Mädchen gegenüber, denn wenn ich mit ihr sprach, dann sah ich in die Augen der Anhalterin. Irgendwie musste ich sie aus meinem Kopf wieder los werden.

Nach diesem wenig ergiebigen Gespräch ging ich zu den Duschen hinüber und ließ für über eine halbe Stunde das Wasser auf mich herunter prasseln bevor ich endlich widerwillig die angenehme Kühle verließ. Als ich aus dem Duschraum kam, stand der Bademeister davor. „Es war sicher nur ein Versehen“, meinte er während ich mir die Haare trocken rieb, „davon gehe ich aus. Aber ich wäre ihnen dankbar, wenn sie das Bad verließen.“

Das war eine herbe Überraschung zumal ich mir keiner Schuld bewusst war. Der Bademeister drehte sich um und ging, noch bevor ich etwas entgegnen konnte. „Und falls sie wieder einmal hier her kommen, benutzen sie die Herrendusche.“ Ich sah mich um, doch außer mir war niemand im Duschraum. Das Handtuch um die Hüften geschlungen packte ich meinen Rucksack und ging schnell nach draußen, wo mich eine Handvoll älterer Damen erwartete, die mich missbilligend ansahen. Erst jetzt erkannte ich, dass die Duschen offensichtlich umgebaut worden waren. Wo früher ein einziger großer Herrenduschraum gewesen war, befand sich jetzt eine Reihe kleinerer Duschräume, die eine Hälfte für Frauen, die andere für Männer. Und wie es der Zufall so wollte, war ich natürlich in den falschen gegangen. Es war mir so peinlich, dass ich nicht einmal wusste, was ich zu meiner Verteidigung hätte sagen können. So setzte ich ein Lächeln auf, das irgendwie entschuldigend aussehen sollte, das die Damen jedoch in keiner Weise beeindruckte. Statt dessen sahen sie mich nur noch wütender an und gingen dann zusammen in die Dusche, wobei sie die Köpfe schüttelten und schimpften.

Lediglich zwei Mädchen lächelten mich an, klopften mir auf die Schulter und riefen „Du hast uns den Tag gerettet!“ Ich merkte, wie ich rot wurde und grinste. Gleich drehten sich die alten Frauen um und warfen mir diesmal richtig hasserfüllte Blicke zu, die mir jedoch nichts mehr ausmachten.

Auszug aus Jet Stream.

Advertisements

Kollateralschaden

Kontostand:                  -2882,69

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                  00,00

Verwendungszweck:       –

Als Nebenprodukt meines Drehbuch-Projekts sind noch ein paar Fotos von Stadtruinen entstanden – ca. 3000. Vielleicht lassen sich ja ein paar davon auch vermarkten.

Benutzt habe ich eine Nikon D3100 mit verschiedenen Objektiven. Hatte leider noch keine Zeit, die Bilder entsprechend zuzuschneiden/nachzubearbeiten.

ein Geisterhaus:

Rostiges Zeug:

noch mehr rostiges Zeug:

Das hier passt irgendwie auch zur Zombie-Thematik:

Und das:

Und noch eine Brandmauer. Wer möchte schon in einem Hochhaus ohne Fenster wohnen?


Drehbuch Rekorde

 Kontostand:                  -2882,69

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                            00,00

Verwendungszweck:       –

In Drehbüchern steckt anscheinend noch mehr Kohle – obwohl man das den Drehbüchern oft nicht ansieht. Wikipedia spuckt unter anderem folgende Rekorde aus:

Against: bezeichnet den Preis des noch nicht produzierten Drehbuchs im Gegensatz zum Wert des bereits produzierten Drehbuchs: Wenn ein Autor ein Drehbuch für 300 000 Dollar verkauft und weitere 200 000 Dollar erhält, sobald es produziert wird, sagt man „300 000 against 500 000″. (Qualle: http://en.wikipedia.org/wiki/Screenwriter%27s_salary)

$5 Millionen:

  • Deja Vu von Terry Rossio und Bill Marsilii

$4 Millionen:

  • The Long Kiss Goodnight von Shane Black

$3 Millionen:

  • Basic Instinct von Joe Eszterhas
  • Panic Room von David Koepp. $2 million against $3 million.

$2.5 Millionen:

  • The Sixth Sense von M. Night Shyamalan
  • Twister von Michael Crichton und Anne-Marie Crichton

$2 Millionen:

  • Showgirls von Joe Eszterhas

$1,5 Millionen:

  • Evan Almighty von Bobby Florsheim und Josh Stolberg. $1.5 million against 2.5 million

Ich schätze, wenn man jemandem ein Drehbuch anbietet und dafür 5 Millionen US$ haben will, sollte man an der eigenen Persönlichkeit und Selbstvermarktung arbeiten.

Und wahrscheinlich braucht man auch einen gut sitzenden Anzug.

Den hab ich wenigstens schon.


Pfadfinder und Küsse

Kontostand:                  -2882,69

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                  00,00

Verwendungszweck:       –

Drehbuch ist fertig. 150 Seiten.

Jetzt noch Recherche, wie man am besten ein Drehbuch vermarktet.

Laut Wikipedia gibt es da verschiedene Möglichkeiten der Bezahlung:

1. Option: Der Autor bekommt Geld dafür, dass sich jemand die Option offen hält, das Drehbuch zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen.

2. Garantie: Der Autor verkauft sein Drehbuch direkt, erhält dafür Geld bar auf die Kralle. Unabhängig davon, ob daraus tatsächlich ein Film gemacht wird oder nicht.

3. Bonus/Tantiemen: Der Autor wird in irgendeiner Weise am Gewinn beteiligt.

Einer der ersten Autoren, die tasächlich dafür bezahlt wurden, Drehbücher für Filme zu schreiben war der Journalist Roy McCardell, der im Jahre 1900 den Auftrag erhielt, zehn verschiedene Episoden á 90 Sekunden zu schreiben. Er erhielt dafür 15 US$ pro Episode, das entspricht heute ungefähr 332 US$.

Ein anderer Autor, der in den 90ern für Furore sorgte, war Shane Black (Predator, Last Boy Scout). Er erhielt 1990 für das Drehbuch zu Last Boy Scout 1,75 Millionen US$ und 1994 sogar 4,2 Millionen US$ für The Long Kiss Goodnight.

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Screenwriter%27s_salary; http://de.wikipedia.org/wiki/Drehbuch


Sehnenscheidenentzündung?

Kontostand:                  -2882,69

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                   00,00

Verwendungszweck:       –

 

Immer noch beim Tippen.


Wie vermarkte ich ein Drehbuch?

Kontostand:                  -2882,69

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                  00,00

Verwendungszweck:       –

 

Recherche: Wie vermarkte ich ein Drehbuch.

Außerdem: Skizze ins Reine schreiben.

Zombies auch in unserer Straße?


Das Ende

Kontostand:                  -2882,69

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                  00,00

Verwendungszweck:       –

Nebenan. Der Maschendraht sagt: Nicht hier. Die Warnleuchte sagt: Nicht jetzt.

Der Zaun trennt das Alte vom Neuen.

Was ist besser?

Ist etwas besser?


Schluss:

A: IM ERDGESCHOSS. Durch die offene Tür ist die Lobby des Hochhauses sichtbar. Vor dem Haus sind Soldaten stationiert. Sie zünden eine Bombe, das Haus explodiert.

B: IM ERDGESCHOSS. Durch die offene Tür ist die Lobby des Hochhauses sichtbar. Auf der Straße vor dem Hochhaus regiert das Chaos. Feuer, Explosionen, Schreie. Das Hochhaus wird erschüttert, der Aufzug wackelt. Die Kamera fällt aus.

C: SICHERHEITSBEAMTER 1 kehrt die Kommunikationssituation um, er ruft Hilfe über Intercom.

IM AUFZUG. Ein normaler Passagier empfängt den Notruf.

Sicherheitsbeamter: „Kollege ist draußen, wurde bereits umgebracht. Die Zombies stürmen die Überwachungszentrale. Ich will nicht so enden wie sie. Ich bringe mich um!“

Passagier: „Erklären Sie mir, was passiert ist!“

Sicherheitsbeamter erzählt „seine“ Geschichte.

Passagier ruft per Handy Hilfe.

Polizei trifft beim Überwachungsraum ein, versucht, die Tür einzutreten.

IM ÜBERWACHUNGSRAUM. Der einzige Schnitt des Films schaltet in den Überwachungsraum. Polizei tritt Tür ein, Sicherheitsbeamter meint, es seien die Zombies.

Kurz bevor die Polizisten die Tür aufbrechen bringt sich der Sicherheitsbeamte um.

Schnitt in den Überwachungsraum.

Zu sehen sind ca. 12 Monitore der verschiedenen Überwachungskameras. Lauter normale, zivilisierte Leute, keine Zombies.

Am Schreibtisch: Der Sicherheitsbeamte, der Selbstmord begangen hat.

Enter: Polizisten mit Sicherheitsbeamten 2, der sich gerade Kaffee geholt hat. Er weiß auch nicht, was passiert ist, dass der andere ausgeflippt ist. Drogen.

FAZIT: Eigentlich alles normal, nur der SICHERHEITSBEAMTE war auf Drogen. Wo sind die her gekommen?

Er war kurz auf der Party im Restaurant und hat die Musiker (Drogenschmuggler) getroffen.

Du kannst nicht hinaus.