Monatsarchiv: September 2011

Situation 7

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Heute zum ersten Mal im Innern.

Ich war nicht allein.


Situation 7:

Der Wissenschaftler holt Hilfe: 2 SECURITY LEUTE.

IM AUFZUG: Der Wissenschaftler erklärt die Situation, die drei diskutieren im Aufzug, was sie tun sollen.

Sie machen sich auf die Suche nach den infizierten Menschen und wollen diese umbringen.

Dazu besuchen sie nach und nach alle Stockwerke.


Korrosion.


Situation 6

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 Heute wieder.

Erstaunlich.

Traf zwei Obdachlose, die erzählten, dass ab und zu ein Sprayer Pärchen vorbeikommt und Graffittis macht. Gezeichnet: Jana und JS.

Polaroids from the Dead?

Die Graffittis befinden sich übrigens genau auf den Steinen, die in den Bildern dargestellt sind.

Bizarr.

Ich kam mir vor wie ein Voyeur, jemand, der mit seiner Kamera in die Welt Anderer unerlaubt eindringt.

Situation 6:

Der Aufzug befindet sich in einem der oberen Stockwerke.

EIN LABOR.

Links und rechts im Korridor große Glasscheiben, medizinische Geräte.

Plötzlich: Blut an einer der Scheiben, Schreie.

EIN WISSENSCHAFTLER im weißen Kittel flüchtet aus einem der Räume in den Aufzug.

Er zieht einen Schlüssel an einer Kette aus seinem Kittel. Dieses Stockwerk lässt sich nur mit dem Schlüssel betreten und verlassen. Der Wissenschaftler steckt zitternd den Schlüssel ins Loch und fährt nach unten.


Situation 5

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Situation 5:

EIN KORRIDOR: Vor dem Aufzug gibt es eine Explosion. Die Türe ist geschlossen. Der Aufzug wird erschüttert.

Durch die Erschütterung hängt die Kamera schief: FÜR DEN REST DES FILMS.

War heute schon in der alten Fabrik. Hab mich immer noch nicht ins Innere vorgewagt. Werde morgen nochmal kommen, wenn ich mehr Zeit habe.

Eine Obsession?

Überall: Eintritt unerwünscht.


Situation 4

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Immer weiter.

Situation 4:

Die Kamera läuft.

ZWEI LEUTE im Aufzug unterhalten sich.

Plötzlich ein Ruck, der Aufzug bleibt stehen.

Das Licht fällt aus. Dunkelheit.

Panik befällt die Insassen.

Später. Das Notstromaggregat schaltet sich an. Gedämpftes rotes Licht leuchtet im Aufzug.

Als sich die Tür wieder öffnet, ist draußen alles dunkel und wird nur durch gelegentliches Blitzen von Neonröhren erhellt. Schemenhaft sind Schatten erkennbar, die sich auf den Aufzug zu bewegen.

Die Leute drücken verzweifelt die Tasten. Die Tür schließt sich. Der Aufzug fährt wieder.

Risse im Gefüge der Gesellschaft.


Situation 3

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Weiter in der Ruine.


Niemand weiß mehr, was in dieser Fabrik hergestellt wurde.

Situation 3:

Ein schwer verletzter, blutender Mann flüchtet in den Aufzug, hält sich am Türrahmen fest.

Plötzlich wird er von hinten gepackt. Er hält sich am Tastenfeld fest und drückt dabei die Tasten für verschiedene Stockwerke. Kurz bevor sich die Tür schließt, wird er aus dem Aufzug gezerrt. Schreie, die Türe ist zu, der Aufzug fährt los.


Situation 2

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Situation 2:

Die Kamera schaltet sich ein. Blut verschmiert die Kamera, Schreie. Die Kamera gibt nur verschwommene, schemenhafte Bilder eines Kampfes wider.

Dann: Blut rutscht etwas herunter, die Linse ist immer noch am Rand getrübt.

Später.

Ein Polizeiteam untersucht gerade den Aufzug. Blutspuren überall. ein Leichensack wird abtransportiert. Im Hintergrund: Absperrband der Polizei.

POLIZIST an die Kamera: Bitte bringen Sie das Überwachungsvideo nach unten.

Kamera: Okay.

SICHERHEITSBEAMTER 1 erscheint, übergibt ein Video und putzt die Kamera.

SICHERHEITSBEAMTER 2 über Intercom: Kamera ist sauber.

Nachtrag.

War heute schon mal auf einen ersten Abstecher im alten Industriegelände.

Tote Gleise, Debris.

Hier wird so allerhand Zeugs gelagert. Kein Mensch weiß mehr, von wem und woher es kommt.


Und hier:


Situation 1

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Situation 1:

Mit dem Aufzug fahren unterschiedliche Leute unterschiedlicher Herkunft.

Schwarzer Bildschirm, wird plötzlich eingeschaltet.

IN EINEM AUFZUG.

FRAU hat den Notfallknopf gedrückt, spricht in die Sprechanlage: „Hallo, Kann mich jemand hören? Der Aufzug ist stecken geblieben.“

Statisches Rauschen

SICHERHEITSBEAMTER 1: „Ja, wir hören Sie, die Panne ist sofort wieder behoben. Bleiben Sie ruhig.“

Kamera bleibt an, Frau wird von schräg oben (gegenüber der Aufzugtür) gefilmt. Sie flucht leise vor sich hin.

Kurze Zeit später: Ein Ruckeln, der Aufzug fährt wieder.

Die Kamera schaltet sich aus.


Aufzug

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Zusammenfasseung des Drehbuchs:

Die komplette Handlung spielt in einem Hochhaus. In den Stockwerken befinden sich verschiedene Firmen.

Die einzige Kameraeinstellung ist die der Notfall-Kamera im Innern des Aufzugs: Zu sehen ist der Vordergrund (im Aufzug), der Hintergrund (vor dem Aufzug) sowie das Tastenfeld zur Aufzugbedienung.

In einem der oberen Stockwerke befindet sich ein Labor, in dem Experimente mit Viren durchgeführt werden. Infizierte Menschen mutieren und besetzen von oben nach unten das Hochhaus. Der Virus verbreitet sich durch die Lüftung und durch die Aufzugtasten.

Passagiere im Aufzug unterhalten sich erst über belangloses (Geld/Makeup etc.), dann wird die Kommunikation zunehmend ernster. Verfallserscheinungen der Kommunikation: Die Satzstrukturen lösen sich auf. Die Leute schreien sich an. Teilweise wird die Übertragung der Sprechanlage gestört.

Verschiedene Menschen versuchen, mit dem Aufzug zu flüchten. Zuerst läuft alles noch einigermaßen zivilisiert ab (die Leute tragen saubere Kleidung), mit Fortschreiten des Films wird alles chaotischer (zerfetzte, blutige Kleidung), irgendwann spritzt Blut auf die Kamera. Der Aufzug wird erschüttert, die Kamera hängt schief für den Rest des Films.

Das Ende des Films: Alles versinkt im Chaos.

Oder so ähnlich.

Muss ich noch besser ausarbeiten.

 

Nachtrag.

 

War heute Nachmittag beim Einkaufen und habe folgendes gefunden und gleich mit dem Iphone fotografiert – wenn das mal nicht zum Thema passt!

Die Zombies sind überall.

Werde demnächst mal das Gelände der alten Industrieruiene genauer unter die Lupe nehmen.


Vollmond und Albträume

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Vollmond.

Hatte heute Nacht einen schlimmen Albtraum.

Zum Glück habe ich nur noch ein vages Gefühl, worum es dabei ging: Primär war da ein Gefühl der Beklemmung, von Druck auf meiner Brust und von Atemnot. Johann Heinrich Füssli hat das ganz gut dargestellt.

 Scan von Rainer Zenz

Erkenntnisse der Schlafforschung haben ergeben, dass kreative, emotionale Menschen häufig zu Albträumen neigen.

Ich sehe das als Kompliment und Zeichen und nutze den vom Vollmond verursachten Anfall von Kreativität: Ich schreibe ein Drehbuch – zu einem Horrorfilm.

Wie schon Edgar Allan Poe lese ich als Inspiration das Buch Unerhörte Kriminalfälle. Eine Sammlung berühmter und merkwürdiger Kriminalfälle von Francois G. de Pitaval (Nach der 1792–1794 von Friedrich Schiller herausgegebenen Auswahl und Übersetzung, neu bearbeitet und zusammengestellt, Voltmedia, Paderborn 2005).

Der französische Jurist François Gayot de Pitaval (1673 -1743) begründete mit seinen Causes célèbres et intéressantes, avec les jugemens qui les ont décidées – einer Sammlung von echten Kriminalfällen – das Genre der Gerichtsberichterstattung. Im 19. Jahrhundert war der Begriff Pitaval ein geflügeltes Wort für das, was man heute als Real Crime Fiction bezeichnet: Echte Kriminalfälle, deren juristische Fakten ausgeschmückt wurden durch Beschreibungen von Tathergang, Täterpsychologie und Ermittlungsverfahren.

Der Stoff, aus dem Bestseller sind.

Schließlich bedienten sich an Pitavals Original Schriftsteller wie E.T.A. Hoffmann (Das Fräulein von Scuderi) und Edgar Allan Poe (The Murders in the Rue Morgue).


weiße Blitze

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Fun Fact: Wenn Astronauten schlafen (das tun sie auch bei geschlossenen Augen), sehen sie Lichtblitze. Was bei den ersten Astronauten noch als Stresssymptom gedeutet wurde (sie wurden deshalb für fluguntauglich erklärt), stellte sich bei genauerem Hinsehen als elektrisches Phänomen heraus:

Die Sonne sendet elektrisch geladene Teilchen aus, die jedoch nur bedingt auf der Erde wahrnehmbar sind und von der Atmosphäre herausgefiltert werden. Die Astronauten hingegen sind diesen Teilchen ungeschützt ausgesetzt. Treffen die Teilchen auf die Retina, was auch bei geschlossenen Augen möglich ist, so erscheinen sie als weiße Blitze.

Der Stoff, aus dem Alpträume sind…

An dieser Stelle: Gedenkminute an die Opfer von 9/11.

Ich glaube, jeder, der diesen Tag miterlebt hat, weiß, wo er gerade war, als er von der Katastrophe erfuhr  (ich: Im Auto, Hotel California von den Eagles wurde mitten im Gitarrensolo für die Meldung unterbrochen und ist seither bei mir für immer mit dem Unglück assoziiert).