Monatsarchiv: November 2011

Ideen und seltsame Orte

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Heute noch ein paar Bücher zum Thema Fotografie gekauft:

Der entscheidende Moment: Ein Weltklasse-Fotograf packt aus von Joe McNally (Addison-Wesley, München – 12. August 2008) – 25€
Der inspirierende Augenblick: Ein kreativer Leitfaden von Chris Orwig (Addison-Wesley, München – 31. März 2010) – 31€
Die fotografische Idee: Bildkomposition und Aussage von Michael Freeman und Frank Baeseler (Markt und Technik – 29. Oktober 2010) – 15€
Der fotografische Blick: Bildkomposition und Gestaltung von Michael Freeman (Markt und Technik – 12. Juli 2007) – 13€
außerdem:
Wim Wenders: Places, strange and quiet von Wim Wenders (Hatje Cantz Verlag – 30. April 2011) – 18€
Bilder von der Oberfläche der Erde. von Wim Wenders (Schirmer/Mosel – 30. September 2006) – 16€
Hier noch ein Foto des Japanischen Kampfroboters aus den frühen Siebzigern.
Kindheitserinnerungen 🙂
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Neon Einsamkeit

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Eine herbe Entäuschung: Er meinte Nacht fotos, nicht Nacktfotos.

Hätte ich mir denken können, meint Isi.

Na ja, wir sind dann ein bisschen mit Kamera und Stativ um die Häuser gezogen und haben fotografiert: Unsere alte Grundschule. In den Fenstern war sogar noch Halloween-Dekoration.

Als wir genug hatten von der Neon-Einsamkeit, fuhren wir nach Hause.


Nacktfotos

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Anruf spätnachts: Ob ich Lust hätte, Nacktfotos zu machen.

Habe sofort meine Kamera gepackt, 3 verschiedene Objektive, 7 Filter, einen doppelten Espresso hinunter gekippt und mach mich jetzt auf den Weg – klingt vielversprechend!

Immer den Profit im Hinterkopf: Sex sells!


eine Posaune

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War heute mit den Kindern bei Oma und Großvater (sic!).

Gleich nachdem wir ankamen, waren die Kinder plötzlich verschwunden und ein Mordslärm kam aus dem Keller: Sie hatten Großvaters Musikinstrumente entdeckt. 2 Posaunen, 1 Keyboard, 1 Kontrabass, 1 Cello, 1 altes Yamaha-Keyboard und eine (von ihm selbstgemachte, geschnitzte, funktionierende) Mini-Orgel.

Ich fragte ihn, ob ich Fotos von den Instrumenten machen könne, da schenkte er mir eine der Posaunen.

Hier das Ergebnis:

Hätte das tatsächlich jeder andere genau so fotografiert?

Isi sagt: Eine Posaune auf der Straße im Herbstlaub mit Maschendrahtzaun im Hintergrund? Niemals.

 

Kunst oder Krempel?


Re: Danziger Goldwasser

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Cool. Alex hat geschrieben, ich solle es doch mal mit Danziger Goldwasser versuchen. Wikipedia klärt auf, was das für ein Teufelszeug ist:

Aufgrund der technischen Weiterentwicklung der Destillation nahm im 17. Jahrhundert die Produktion von Alkoholika auf Basis von Kräutern und Gewürzen zu. Gelegentlich wurden diesen Alkoholika auch Gold– und Silberblättchen zugegeben – möglicherweise um (entsprechend den Ansichten der damals sehr modernen alchemistischen Medizin) die Heilwirkung der Kräuterextrakte zu verstärken, vielleicht aber auch, um Reichtum zu demonstrieren. Auf diese Historie ist das Danziger Goldwasser zurückzuführen, das u.a. Destillate von Kardamom, Koriander, Zitronen– und Pomeranzenschalen, Wacholderbeeren, Kümmel, Lavendel, Zimt, Selleriesamen und Macis enthält.

Der klare und würzig süße Likör, in dem kleine Blattgoldflocken schwimmen, hat einen Alkoholgehalt von 40 % Vol. (http://de.wikipedia.org/wiki/Danziger_Goldwasser)

Und so sieht’s aus:

Foto: Markbenecke

Das Zeug ist auf alle Fälle kreativitätsfördernd, so viel steht fest.

Wahrscheinlich macht es auch blind.

Das wäre dann für einen Fotografen wiederum schlecht…

Isi meint: Ich solle das mit der „anderen“ Kunst aufgeben und lieber beim Fotografieren bleiben.

Orell sieht das auch so.

Fun Fact: Kunst vs. Fotografie – Kunst (vor allem Malerei) ist Kunst, Fotografieren ist sozialer Ritus. Es geht nicht darum, etwas zu produzieren, sondern etwas zu tun. Und etwas zu haben. Eine möglichst große Kamera. Tausende von Bildern, die auf der Festplatte verstauben.

Susan Sontag hat da interessante Ansätze in ihrer Essay-Sammlung On Photography (1973-77). Michael Netsch wiederum fasst in seinem Aufsatz Susan Sontag: Photocritic Sontags Konzept zusammen.

Susan Sontags Werk On Photography wird gemeinhin als eines der einflussreichsten Werke zum Thema Fotografie bezeichnet. Sontag konstruiert hier eine Welt, die durch die Flut an Fotografien, die im Umlauf sind, eine Ethik des Sehens entwickelt. Das heißt, fotografische Bilder lehren uns einen visuellen Code: Was ist es wert angeschaut zu werden. Natürlich Dokumente einer vergangenen Realität: einer, die sich der Fotograf angeeignet hat. […] Allgemein glaubt man von Fotos, dass man auf einem fotografierten Bild genau das zu sehen bekommt, was man auch gesehen hätte, wenn man zu jenem Zeitpunkt an demselben Fleck wie der Fotograf gestanden hätte. http://www-copas.uni-regensburg.de/articles/issue_6/Michael_Netsch.php

Der letzte Punkt ist es, was Fotografie von Kunst im herkömmlichen Sinn unterscheidet: Wenn ich am gleichen Ort gewesen wäre, hätte ich das gleiche fotografiert – wenn ich am gleichen Ort wie Van Gogh gewesen wäre, hätte ich allerdings immer noch nicht das gleiche malen können.


funktionierendes Marketing

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Das Marketing funktioniert: Treffen mit Herrn Schubert: weitere Bilder verkauft. Er braucht sie als Geschenk für Firmenkunden.

5 Bilder für 1000 Euro plus Materialkosten.

Cool.

Ich nähere mich zumindest der Gewinnzone.


Extremzustand

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Wikipedia:

Verzweiflung ist ein Extremzustand der psychischen Verfassung in einer als aussichtslos empfundenen Situation.

Formulierungen wie „Daran kann man ja verzweifeln“ oder „Du bringst mich noch zur Verzweiflung“ werden jedoch zur strengen Missbilligung auch als redensartliche Übertreibung verwendet.

Isi hat letztere Formulierung verwendet.

Ob sie auch Wikipedia liest?