Monatsarchiv: November 2011

eine Posaune

Kontostand:                  -164,18

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                   00,00

Verwendungszweck:       –

War heute mit den Kindern bei Oma und Großvater (sic!).

Gleich nachdem wir ankamen, waren die Kinder plötzlich verschwunden und ein Mordslärm kam aus dem Keller: Sie hatten Großvaters Musikinstrumente entdeckt. 2 Posaunen, 1 Keyboard, 1 Kontrabass, 1 Cello, 1 altes Yamaha-Keyboard und eine (von ihm selbstgemachte, geschnitzte, funktionierende) Mini-Orgel.

Ich fragte ihn, ob ich Fotos von den Instrumenten machen könne, da schenkte er mir eine der Posaunen.

Hier das Ergebnis:

Hätte das tatsächlich jeder andere genau so fotografiert?

Isi sagt: Eine Posaune auf der Straße im Herbstlaub mit Maschendrahtzaun im Hintergrund? Niemals.

 

Kunst oder Krempel?


Re: Danziger Goldwasser

Kontostand:                  -164,18

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                   00,00

Verwendungszweck:       –

Cool. Alex hat geschrieben, ich solle es doch mal mit Danziger Goldwasser versuchen. Wikipedia klärt auf, was das für ein Teufelszeug ist:

Aufgrund der technischen Weiterentwicklung der Destillation nahm im 17. Jahrhundert die Produktion von Alkoholika auf Basis von Kräutern und Gewürzen zu. Gelegentlich wurden diesen Alkoholika auch Gold– und Silberblättchen zugegeben – möglicherweise um (entsprechend den Ansichten der damals sehr modernen alchemistischen Medizin) die Heilwirkung der Kräuterextrakte zu verstärken, vielleicht aber auch, um Reichtum zu demonstrieren. Auf diese Historie ist das Danziger Goldwasser zurückzuführen, das u.a. Destillate von Kardamom, Koriander, Zitronen– und Pomeranzenschalen, Wacholderbeeren, Kümmel, Lavendel, Zimt, Selleriesamen und Macis enthält.

Der klare und würzig süße Likör, in dem kleine Blattgoldflocken schwimmen, hat einen Alkoholgehalt von 40 % Vol. (http://de.wikipedia.org/wiki/Danziger_Goldwasser)

Und so sieht’s aus:

Foto: Markbenecke

Das Zeug ist auf alle Fälle kreativitätsfördernd, so viel steht fest.

Wahrscheinlich macht es auch blind.

Das wäre dann für einen Fotografen wiederum schlecht…

Isi meint: Ich solle das mit der „anderen“ Kunst aufgeben und lieber beim Fotografieren bleiben.

Orell sieht das auch so.

Fun Fact: Kunst vs. Fotografie – Kunst (vor allem Malerei) ist Kunst, Fotografieren ist sozialer Ritus. Es geht nicht darum, etwas zu produzieren, sondern etwas zu tun. Und etwas zu haben. Eine möglichst große Kamera. Tausende von Bildern, die auf der Festplatte verstauben.

Susan Sontag hat da interessante Ansätze in ihrer Essay-Sammlung On Photography (1973-77). Michael Netsch wiederum fasst in seinem Aufsatz Susan Sontag: Photocritic Sontags Konzept zusammen.

Susan Sontags Werk On Photography wird gemeinhin als eines der einflussreichsten Werke zum Thema Fotografie bezeichnet. Sontag konstruiert hier eine Welt, die durch die Flut an Fotografien, die im Umlauf sind, eine Ethik des Sehens entwickelt. Das heißt, fotografische Bilder lehren uns einen visuellen Code: Was ist es wert angeschaut zu werden. Natürlich Dokumente einer vergangenen Realität: einer, die sich der Fotograf angeeignet hat. […] Allgemein glaubt man von Fotos, dass man auf einem fotografierten Bild genau das zu sehen bekommt, was man auch gesehen hätte, wenn man zu jenem Zeitpunkt an demselben Fleck wie der Fotograf gestanden hätte. http://www-copas.uni-regensburg.de/articles/issue_6/Michael_Netsch.php

Der letzte Punkt ist es, was Fotografie von Kunst im herkömmlichen Sinn unterscheidet: Wenn ich am gleichen Ort gewesen wäre, hätte ich das gleiche fotografiert – wenn ich am gleichen Ort wie Van Gogh gewesen wäre, hätte ich allerdings immer noch nicht das gleiche malen können.


funktionierendes Marketing

Kontostand:                  -164,18

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                   1000,00

Verwendungszweck:       –

 

Das Marketing funktioniert: Treffen mit Herrn Schubert: weitere Bilder verkauft. Er braucht sie als Geschenk für Firmenkunden.

5 Bilder für 1000 Euro plus Materialkosten.

Cool.

Ich nähere mich zumindest der Gewinnzone.


Extremzustand

Kontostand:                  -1164,18

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                            00,00

Verwendungszweck:       –

Wikipedia:

Verzweiflung ist ein Extremzustand der psychischen Verfassung in einer als aussichtslos empfundenen Situation.

Formulierungen wie „Daran kann man ja verzweifeln“ oder „Du bringst mich noch zur Verzweiflung“ werden jedoch zur strengen Missbilligung auch als redensartliche Übertreibung verwendet.

Isi hat letztere Formulierung verwendet.

Ob sie auch Wikipedia liest?


Was soll das Pfand in meiner Hand?

Kontostand:                  -1164,18

Ausgaben:                     –

Einnahmen:                    64,50

Verwendungszweck:       Habe das Leergut aus dem Keller zurückgebracht. War weniger als es aussah. Isi sagt, dass ich das nicht als Einnahmen für mein Projekt verwenden darf. Mein Gegenargument: Immerhin trinke ich ja während des Schreibens literweise Wasser (ist gesund!). Also steht mir das Pfand doch irgendwie zu. Isi sagt, ich müsse schon sehr verzweifelt sein. Mir egal.

 


XXX

Kontostand:                  -1228,68

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                            00,00

Verwendungszweck:       –

Man muss kreativer sein, als man denkt, wenn man mit Sex Geld verdienen will.

Allein schon die Registrierung einer freien Domain ist alles andere als trivial.

Wieviel X muss man an das Wort Sex anhängen, um eine Domain zu erhalten, die noch frei ist?

Antwort: 10!


Telefonsex

Kontostand:                  -1228,68

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                  00,00

Verwendungszweck:       –


Wie kann man schnell viel Geld verdienen? Der Mensch ist elementar auf zwei Fragen programmiert:

1.      Kann ich es essen?

2.      Kann ich Sex damit haben?

Dahinter stecken unsere Urängste, zu verhungern und unsere Art nicht erhalten zu können. Deshalb: Kann man mit Telefonsex schnell und viel Geld verdienen? Ich befrage meinen Freund, das Internet.

beantwortet von Lunatikka am 3. April 2010 02:58 –  3x

´man kann 20euro die stunde von zuhause aus bei freier zeiteinteilung… klingt gar net so schlecht. und wenn man alleinerziehend ist mit baby bleibt einem net viel über…

beantwortet von flotte11111 am 9. April 2010 20:13 – 1x

hm …ich verdiene 60 euro die stunde mit webcam ;-)und T6. und das beste ,ich zeig nix!bin dom ,gewusst wie ,meine lieben !habe nur nette sklaven die mir zu füssen liegen und mir noch geschenke oben drein machen 😉 ich finde es herrlich ,ich würde nichts anderes machen wollen. wer interesse hat kann mich gern anschreiben oder dies ist eine meiner agenturen bei der ich sende…

Kommentar von Lunatikka am 20. April 2010 14:44

hey flotte erzählst du mir,wie ich davon mehr erfahre? das wäre sehr interessant. wie bekommst du den die geschenke? die dürfen doch gar net wissen wo du wohnst…

beantwortet von JimmyBondy am 3. April 2010 02:57 – 1x

Der Betreiber sicher!

beantwortet von Sheba93 am 3. April 2010 02:55 – 1x

hast du echt vor sowas zu machen? das is ja das letzte was man in der erotikbranche macht da net? XD dumm würd ich mir da vorkommen^^

Kommentar von yokohama am 3. April 2010 02:59

Nein, der Job ist sicher, sauber, interessant und manchmal bestimmt auch lustig. Man lernt viele nette Menschen kenn. Und man kann von zu Hause vom Sofa oder Bett aus arbeiten. Stelle ich mit zumindest so vor.

beantwortet von kikkerl am 3. April 2010 07:27

stelle mir das bildlich vor: frau klemmt den hörer zwischen schulter und kopf ein und stöhnt beim bügeln…..

tja… so kann man auch geld verdienen

beantwortet von Mademoiselle91 am 3. April 2010 03:36

das wäre doch mal ne idee…wo kann man sich über so einen „Beruf“ informieren?

Kommentar von Gartenwanne am 3. April 2010 09:24

Ruf Mich An !!

Nicht sehr ergiebig. Ich google kurz weiter und finde Antworten auf die Frage, wie man schnell seriös viel Geld verdienen kann:

 beantwortet von Michael1967 am 11. Februar 2010 08:59 – 1x

Arbeiten auf einer Ölplattform ist sehr gut bezahlt und braucht wenig Einarbeitung. Die Arbeit ist hart und du siehst für Monate keine Freunde oder die Familie.

 beantwortet von BigKingXXL am 21. August 2009 19:29 – 1x

Witzbold, warum sollten wir dir das sagen….

 beantwortet von BigKingXXL am 21. August 2009 19:29 – 1x

Bist Du korrupt, ignorant, dekadent, egozentrisch, verachtest alle sozialen Strukturen,hast ausreichend kriminelle Energie, bist gar ein Menschenhasser?? Dann hast Du die besten Voraussetzungen Dein Ziel zu schaffen!
Sonst sehe ich eher schwarz!
Viel Erfolg beim „REICHWERDEN“!
gruss
mike

 beantwortet von nightmare am 21. August 2009 19:29 – 1532x

Erster, wichtigster Schritt dazu:
Weg vom Computer und der Zeitvergeudung mit Fragen hier …

Ich setzte mich hin und lese noch ein paar Bücher von qualifizierten Leuten zu dem Thema.


Regen

Kontostand:                  -1228,68

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                   00,00

Verwendungszweck –

Verkatert vom gestrigen Tag.

Orell meinte, der Sekt war nicht besonders gut.

Isi malt.

Sie will mich aufheitern und beteiligt sich aktiv am Projekt.

Ich kann momentan nicht einmal mehr richtig tippen.

Außerdem friere ich.

November ist eine schlechter Monat.

Kalt, nass.

Regenstatistik für November? Bei Gelegenheit suchen!


goldener Sekt

Kontostand:                  -1228,68

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                  00,00

Verwendungszweck:       –

Orell brachte eine Flasche Sekt mit, die er als Geschenk von einem Firmenkunden bekommen hat. Im Sekt schwammen kleine Goldplättchen.

Wir leerten die Flasche und philosophierten über unser Kunstprojekt. Unsere Ergebnisse zusammengefasst:

a) Dekadenz: Man trinkt Gold – verwerflich, da auch kein geschmacklicher Unterschied besteht. Außerdem musste Isi Orell nach Hause fahren. Er konnte nicht mehr.

b) Aus Scheiße Gold machen (CrapArt): Wieviel Sekt muss ich trinken, bis ich Gold kacke? Kann man das dann verkaufen? Ist das dann plastische Kunst?

c) Diese Episode ist eventuell ungeeignet, da geschmacklich grenzwertig. Nein, nicht grenzwertig. Jenseits.


Reich werden durch Kunst

Kontostand:                  -1228,68

Ausgaben:                     00,00

Einnahmen:                            00,00

Verwendungszweck:       –


Orell brachte mir ein Buch: Das kann ich auch!: Gebrauchsanweisung für Moderne Kunst von Christian Saehrendt und Steen T. Kittl (Broschiert – 23. Januar 2009).

Die Autoren bieten einen überzeichneten Einblick in die Selbstdarstellerszene der Gegenwartskunst.

Oder wie es Nicole Salathé im Kulturmagazin Kulturplatz (SF 1, 18. April 2007) ausdrückte: „Wenn Ihnen zeitgenössische Kunst fremd ist, hilft Ihnen vielleicht dieses Buch. Ein witzig, ironischer Ratgeber, den ich Ihnen wärmstens empfehlen möchte. Erfahren Sie zum Beispiel, wie Sie die nächste kreischende Performance ohne Schaden überstehen. Ausgehend von Anekdoten und Zitaten, erfährt man darüber hinaus allerlei Nützliches aus der Kunstgeschichte.“

Wir beschließen, zeitgenössische Kunst zu machen.