Monatsarchiv: März 2012

Am seidenen Draht

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Bücher zur Post gebracht. Lukas hat mir geholfen.

Außerdem: Den restlichen Tag lang Aufhängungen für die Bilder gebastelt: Haken, an denen Drähte hängen, an denen Haken hängen. Das ganze soll gleich lang sein, sonst sieht’s ja komisch aus.

Der Plan: Sobald die Räume frei sind und die Stellwände aufgestellt sind, befestige ich die Haken an den Stellwänden und die Bilder an den Haken.

So einfach ist das.

Leider stellte sich später heraus, dass die verwendeten Silberdrähte zu dünn waren (0,4mm), und so

a) erst die Knoten verrutschten, was dazu führte, dass alle Drähte unterschiedlich lang waren

b) die Drähte abrissen, sobald die Bilder dran hingen und auch nur die kleinste zusätzliche Belastung dazu kam.

Also: Zurück auf Los. Alles noch mal von vorne. Diesmal mit dickerem Draht (0,6mm). Noch dicker und die Drähte hätten ausgesehen wie Blumendrähte.


Gewaltprävention durch meditatives Trommeln?

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War heute schon mal in den Ausstellungsräumen und habe die Gegebenheiten begutachtet. Konnte leider nicht schon früher rein, da das ganze regulär als Tagungsraum genutzt wird und diese Woche noch Seminare statt finden.

Ich erhielt von einem freundlichen Mitarbeiter eine Führung: Haupträume inklusive Abstellkammer.

Neben allerlei Werkzeug fand ich hier versteckt: Ein kaputtes Schlagzeug!

Auf die Frage, was es mit dem Drumkit auf sich habe, antwortete der freundliche Mitarbeiter, das sei mal angeschafft worden, um es für irgendeine dubiose Gruppendynamik-Schulung zu verwenden.

Dem Zustand nach, war die Gruppendynamik-Schulung nicht sehr erfolgreich, denn das Fell der Bassdrum war eingetreten, die kupferfarbene Folierung teilweise gerissen. Außerdem war es schon ziemlich alt, denn die Snare war über und über mit Flugrost bedeckt. Man konnte gerade noch erkennen, dass es sich wohl mal um eine Stahl-Snare gehandelt hat.

Ich bot an, das Schlagzeug zu reparieren und neue Felle aufzuziehen, doch der Mitarbeiter winkte ab: Das ist so alt, das rentiert sich nicht mehr. Wenn sie wollen, können sie es mitnehmen. In einem der Schränke sind auch noch ein paar andere Trommeln.

Als das Handy des Mannes klingelte, sah ich mich in der Abstellkammer um und entdeckte tatsächlich noch drei Toms: 12“, 13“ und 16“ – seltsame Größenabstimmung. Alle drei kupferfarben und mit dem Label Oakland. Eine kaputte Fußmaschine, zwei verbogene Beckenständer. Leider keine Becken.

Der freundliche Mann half mir sogar, das Schlagzeug ins Auto zu bringen.

Zu Hause schlug Isi die Hände über dem Kopf zusammen („Was du immer anschleppst!“) und Orell und Lukas bogen sich vor Lachen. Die Kinder fanden besonders das kaputte Trommelfell spannend – ob der unkontrollierten Gewalt.

E-Mail Konto gecheckt: Das läuft fast über vor lauter Buch-Bestellungen! Habe die Millionärs-Bücher inseriert und dann leider vergessen.

Also: Packzettel und Etiketten gedruckt, aufgeklebt, sortiert etc. Isi, Lukas und Orell haben geholfen. Heimarbeit macht Spaß.


Konzentration, bitte.

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So, das Nahziel nicht aus den Augen verlieren, Konzentration auf das Wesentliche, bitte.

Am 23. März ist die erste Vernissage.

Bilder sind alle vorhanden: 40 Stück, aus denen ich dann noch eine Auswahl treffen werde.

Gäste sind eingeladen.

Büffet ist bestellt.

Stellwände sind bestellt, aber nur 15. Das heißt: 30 Bilder bei jeweils Vorder- und Rückseite.

Da ich wahrscheinlich nicht alle Rückseiten der Stellwände verwänden kann (kleines Wortspiel 😉 ) bestelle ich sicherheitshalber nochmal 5 nach.

Getränke sind geordert.

Kühlmöglichkeit?

Im Erdinger-Weißbier-Kühlschrank, den ich vor einem Jahr im Getränkemarkt geschenkt bekommen habe und der schon am Sommerfest Alkohol für 70 Rocker auf gefühlte -2°C brachte.

Alles kein Problem. Die Ressourcen sind vorhanden 🙂

Per Aspera Ad Astra – durch Fleiß zu den Sternen. Das Bild stammt übrigens auch noch aus dem Haus der Natur. Ich selbst war nicht auf dem Mond.

Noch nicht.


Sex sells

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So, Aufgabe Nummer 3 erledigt mit folgendem Bild:

Cool ist, an der Ecke zu stehen und auf nichts zu warten.

Ich wollte das Bild ursprünglich Prostitution nennen: Dreckige Straße und eine rostige Hauswand – Zeichen unserer korrodierten Gesellschaft. Dann verwarf ich den Gedanken.

Art Bechsteins Schulfreund #3 (=Managerfreund) war voll zufrieden. Er arbeitet, wie ich herausfand, bei einer großen Versicherung und identifizierte es sofort als Anspielung auf einen Skandal des letzten Jahres: Firmenurlaub im Wellnessparadies mit verschiedenfarbigen Armbändern. Er lachte Tränen und versprach, zu meiner Vernissage zu kommen, wenn es da mehr  Bilder dieser Art gibt.

Er wurde ja nicht gefeuert wegen dem Skandal, dafür ist er viel zu weit oben.


Morgens um zehn in Deutschland…

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Das wär noch eine interessante Perspektive für den Schulfreund Bechsteins.

Nur für’s Protokoll: Dies ist keine Fotomontage.

Das ist eben unsere Stadt.


Feinripp

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Ein Niesanfall (>20 Einzelereignisse) verriet mich, als ich vor dem Bungalow saß und fotografierte.

Die Folgen:

a) 90% Aussschuss bei den Fotos

b) Der „Bewohner“ (es gibt tatsächlich noch dickbäuchige, biertrinkende Mitt-Vierziger in Feinrippunterhemden!) kam heraus und fragte, was ich hier mache. Wonach sieht es denn aus? Ich niese!

Er zog Rotz durch die Nase hinauf, spuckte auf den Boden.

Sympathiebekundung?

Hat er vielleicht auch Heuschnupfen?

Bevor ich ihn fragen konnte

a) musste ich niesen

b) drehte er sich um und ging.

Niesen (lat. sternutio oder, wenn mehrmalig: sternutatio) ist das aufgrund eines Niesreizes über den Niesreflex ausgelöste unwillkürliche, explosionsartige Ausstoßen von Luft durch die Nase (und manchmal auch den Mund). Durch das Niesen sollen Nasensekret sowie Staub und andere Fremdkörper aus der Nase entfernt werden. Der Niesreiz selbst wird durch eine Reizung der Nasenschleimhaut ausgelöst. (http://de.wikipedia.org/wiki/Niesen)

schon gewusst:

Feinripp bezeichnet Rechts/Rechts-Maschenware, die auf Rundstrickmaschinen hergestellt wird. In gedehntem Zustand erkennt man auf beiden Seiten im Verlauf einer Maschenreihe abwechselnd eine rechte und eine linke Masche. Die Rechtsmaschenstäbchen bilden in Längsrichtung eine feine durchgehende Rippe.

Material aus feinen gekämmten Garnen, das durch deren Struktur eine leichte Elastizität besitzt, ist besonders tragefreundlich und gut geeignet für körperanliegende Schnitte. Deshalb werden aus Feinripp vor allem Unterhemden und Unterhosen gefertigt.

Als Fasern wird heute meist Baumwolle mit einem Anteil von Polyurethan (Elastan) eingesetzt.

Umgangssprachlich wird der Begriff Feinripp fälschlicherweise für Doppelripp verwendet. Doppelripp ist gröber und dehnbarer. (http://de.wikipedia.org/wiki/Feinripp)


Serotonin und Pollen

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Meine Serotoninspeicher sind voll, ich bin gut gelaunt.

Leider sind meine Nebenhhöhlen auch voll: Pollen.

Ich liebe die Natur, obwohl sie versucht, mich umzubringen.

Also: Ab ins Haus der Natur mit den Kindern. Erst den Kindern gezeigt, wo sich R. gerade befindet (San Francisco, fast am anderen Ende der Welt).

Und dann in die Ausstellung Feel Mozart gegangen. Hier sitzt man auf Kinosesseln, in die Vibrationsplatten eingebaut sind, die Töne in Bewegungen umwandeln.

Faszinierend.

 


Bücher Restposten

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Immer noch auf Motivsuche.

Nur nicht aufgeben.

Zur Inspiration habe ich nochmal die Bücher des letzten Jahres durchgeblättert – und beschlossen, sie wieder zu verkaufen.

Mein Plan steht: Sieg oder Niederlage eine angemessene Alternative

Anders ausgedrückt: Reich werden durch kunst oder… wenigstens Spaß haben dabei.

Derweilen nehme ich in der heutigen Mittagshitze ein Sonnenbad. Das frischt die Serotoninspeicher wieder auf. Ade Januarism!

Mit den Kindern noch beim Klettern gewesen.


Zimmer mit Sonne

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Ob dem nicht näher bestimmten Wirtschaftsbosssupermanager ein Bild von Büroräumen gefällt, wo sich Arbeiterameisen hinter bunten Jalousien vor der Sonne verstecken (müssen)?

Wie hat man nur die Liegestühle dort rauf gebracht?


Miami Vice

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Bleibt noch das dritte Bild.

Auf Motivsuche.

Hier erwartete ich, dass jeden Moment Crockett und Tubbs aus dem Hintereingang der Diskothek kommen.

Ich wartete eine Zeit lang, doch nichts passierte.