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Re-program yourself

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Ich habe den Papagei neu programmiert. Er krächzt jetzt alle paar Minuten „1 Million Euro“. die Zielvorstellung ist auf gutem Wege, sich unauslöschlich in mein Unterbewusstsein einzuprägen.

Napoleon Hill und Brian Tracy würden sich freuen über diesen ausgefuchsten Schachzug.

Ich mäandriere wieder.

Brian Tracy meint, man müsse seine (bisherige) Einstellung zum Geld ändern, um erfolgreich zu sein. Der bisher eingeschlagene Weg und die herkömmlichen Denkstrukturen haben mich dorthin gebracht, wo ich bin – aber auch nicht weiter. Um Erfolg zu haben, muss ich mich sozusagen re-programmieren.

Ich schlage nach, was die Vorsilbe re- bedeutet (lat. wider, gegen, zurück) und stoße auf einen Eintrag über die Kunstsprache Esperanto:

Im Jahre 1887 entwickelte der Augenarzt und Philologe Ludwik Lejzer Zamenhof aus Warschau eine künstliche Sprache, die leicht zu lernen sein sollte und der internationalen Verständigung dienen sollte, ohne jedoch andere Sprachen zu ersetzen, Esperanto. Zamenhofsprach war sehr sprachinteressiert und beherrschte auch mehrere Fremdsprachen (Russisch, Jiddisch, Polnisch, Deutsch, Französisch, Latein, Englisch, Hebräisch).

Am liebsten hätte ich geglaubt, dass der gute Mann so frustriert war über die Schwierigkeit, eine Fremdsprache zu lernen, dass er aus Bequemlichkeit seine eigene erfand – allerdings ist diese Vermutung wohl unwahrscheinlich, denn er war so fanatisch, dass er sogar das Alte Testament aus dem Hebräischen ins Esperanto übersetzte.

Irgendwann entstand sogar eine eigene Subkultur, die – auch heute noch – Esperanto benutzt.

Weiteres Mäandrieren bringt mich auf den Begriff Hillelismus, der, entgegen meiner ersten Vermutung, nichts mit Napoleon Hill zu tun hat.

Neben einer künstlichen Sprache entwickelte Zamenhof auch so etwas wie eine künstliche Weltanschauung, Hillelismus genannt (nach dem jüdischen Gelehrten Hillel, ins Esperanto übersetzt Homaranismo, „Lehre von der Menschheit“): Jeder Mensch sollte mehr oder weniger an das gleiche höhere Wesen glauben, allerdings unter Beibehalt der ursprünglichen religiösen Riten und Gebräuche. Hieraus sollte sich eine tolerante multikulturelle  Gesellschaft entwickeln.

Fun Fact: Die Menschheit teilt sich aktuell in zwei Kategorien, wobei die eine sich tatsächlich nach der Lehre des Hillelismus richtet und tolerant anderen gegenüber ist, die ander Gruppe ist von Haus aus so intolerant, dass sie sich mit Sicherheit nicht für den Hillelismus begeistern lässt 🙂

Funb Fact 2: Schon bald stoße ich auf die Grenzen des Esperanto: Es gibt keine Übersetzung für „Million“!!! Ich kann das fast nicht glauben und vermute, dass ich eher die Grenzen des Internets erreicht habe…