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Dinge

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Flohmarkt war usrprünglich Aktionskunst.

Das deckt sich mit meinem Flohmarkterlebnis mit den Wahnsinnigen. Der Flohmarkt machte auf mich den Eindruck eines riesigen Flashmobs:

Der Begriff Flashmob (englisch: Flash mob; flash = Blitz; mob [von mobilis beweglich] = aufgewiegelte Volksmenge, Pöbel – deutsch etwa Blitzpöbel) bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun..( http://de.wikipedia.org/wiki/Flashmob)

Zu ergänzen: irrationale Dinge tun.

Wie dem auch sei, der erste Flohmarkt in Deutschland fand 1967 in Hannover statt und wurde vom Aktionskünstler Reinhard Schamuhn organisiert. In den 70ern hatten sich Flohmärkte dann schon etabliert und mittlerweile gibt es davon jedes Jahr Tausende (aktuell: über 40.000).

Statistisch heißt das: Zehn Prozent der Bevölkerung, (immerhin ca. 8 Millionen Menschen!) gehen 2-3 Mal pro Monat auf den Flohmarkt. (Qualle: http://www.planet-wissen.de/kultur_medien/sammeln/flohmarkt/ index.jsp)

 

Mittlerweile finde ich Flohmärkte gar nicht mehr so schlecht, war heute schon wieder auf einem, diesmal in Salzburg: Man findet dort durchaus Kuriositäten, deren Preis eher vom individuellen Interesse abhängt. Dinge für Nostalgiker. Persönliche Schätze für Romantiker.
Und für Frühaufsteher: Besondere und wertvolle Dinge wechseln meistens schon vor Sonnenaufgang den Besitzer.

Meine Variante: Einfach so herumzugehen, ohne etwas bestimmtes zu suchen und trotzdem etwas zu kaufen. Und wenn man sich nicht zu sehr davon gefangen nehmen lässt, das ganze Geschehen etwas distanziert und entspannt betrachtet, dann kann man dem Treiben sogar einen gewissen Reiz abgewinnen.

Ich brachte nach Hause: Ein Neon-Schild Foster’s – The Best Australian Beer (15€, hängt jetzt bei uns im Proberaum), ein Casio Keyboard (3€, liegt jetzt bei uns im Proberaum) und ein paar Überraschungsei-Figuren.

Witzig, aber richtig reich werden kann man am Flohmarkt nicht.


Jesse Ramsden

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Verwendungszweck:       ein antikes Fernrohr

 

Recherche:

Das Teleskop, das ich gestern gekauft habe, wurde hergestellt von einem Optiker namens Jesse Ramsden aus London.

Wikipedia klärt:

Jesse Ramsden (* 6. Oktober 1735 in Halifax in der Grafschaft Yorkshire; † 5. November 1800) war ein englischer Optiker und Hersteller mathematischer und optischer Instrumente.

Er lernte Kupferstecher, versuchte sich dann aber als Schwiegersohn des berühmten Optikers Dollond mit Glück in der Kunst, optische und astronomische Instrumente zu verbessern. Namentlich verdanken ihm der Theodolit, das Pyrometer, das zu Höhenmessungen bestimmte Barometer, Halleys Quadrant und Sextant wesentliche Verbesserungen; seine namhafteste Erfindung ist die Teilmaschine, beschrieben in Description of an engine for dividing mathematical instruments (London 1777). (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jesse_Ramsden)

Und dann noch:

Zu seinen vorzüglichsten Leistungen gehören seine Fernrohre und Mauerquadranten.

Cool.

Das Fernrohr ist sozusagen ein Markengerät! Und ca. 200 Jahre alt.

Interessant dabei:

Das Fernrohr hat 5 Linsen und hat 3 ausziehbare Segmente (plus einen Mahagoni-Korpus) und ist wohl nach damaligen Maßstäben ein Präzisionsgerät gewesen. Richtig scharf erkennen konnte ich allerdings gerade noch die drei Schafe hinter unserem Haus (siehe Blogeintrag Soziale Gruppe) – in ca. 1km Entfernung.

Es scheint, als habe sich in der Optik in den letzten 200 Jahren so einiges getan.

Ich sollte doch das Potenzial von Flohmärkten einmal ausloten. Das Teleskop wird dem Millionenprojekt einverleibt. Was das wohl wert ist?

Das bedarf genauerer Recherche.

Nur: Was schenke ich jetzt Bax zum Geburtstag?

Ich hab ja noch Zeit bis zum Samstag…