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Regen und Schweinebraten

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Verwendungszweck:       Hans Haumer, Reichtum

 

Das Wetter ist schlecht, die anderen gehen gerade im Regen wandern und ich bewache den Schweinebraten im Ofen.

Nebenbei lese ich von  Hans Haum den Essay Reichtum; Kremayr & Scheriau; Auflage: 1 (15. März 2004):

Der Wiener Hans Haumer (Jahrgang 1940) ist Wirtschaftsfachmann und Bankenchef. Er war unter anderem schon tätig beim Internationalen Währungsfond, Leiter der Ersten Bank Präsident der CapitalLeben Versicherung in Vaduz.

Wenn jemand zum Thema Reichtum etwas zu sagen hat, dann dieser Mann.

Ich bin gespannt.

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reich zu sein fühlt sich gut an

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Fehler sind immer zu verzeihen, wenn man den Mut hat, diese auch zuzugeben.

– Bruce Lee

Syl hat mich zu einem Geschäftsessen mit “seinen“ Amerikanern eingeladen.

Der Grund: Sein Auto war kaputt. Er hatte es gerade noch bis zu uns geschafft, dann ging überhaupt nichts mehr. Also wollte er sich unser Auto ausleihen („öffentliche Verkehrsmittel bei Geschäftsterminen scheiden aus“ lernte ich von Syl). Da ich erst die Kindersitze ausbauen musste, mussten die Geschäftspartner kurz warten und vergnügten sich die Zeit beim Kickerspielen.

Foto: Bruce McAdam Reykjavik, Iceland

 

Höflich wie ich bin, ließ ich die Gäste gewinnen (obwohl ich von Orell trainiert war: Kein Auge dem Feind). Sie dankten mir den freundlichen Zug, indem sie meinten, ich sollte doch mitkommen zum Essen. Syl schaute zwar ein wenig irritiert, aber ein Zwei-Sterne-Essen ließ ich mir natürlich nicht entgehen.

Am Restaurant angekommen, fiel Syl auf, dass er sein Jackett in seinem eigenen Auto hatte liegen lassen – mit Geld und Kreditkarte.

Jetzt war der Zeitpunkt des Triumphes gekommen: Meine Hose hatte nicht nur messerscharfe Bundfalten sondern auch 500€ in der Tasche.

Reich zu sein fühlt sich wirklich gut an.

Souverän bot ich Syl an, die Rechnung zu übernehmen.

Er nahm dankend an.

Die Amerikaner tranken eine Flasche Wein nach der anderen. Für 100€ das Stück. Zum Glück übernahmen sie zum Schluss die Rechnung. Ich wette, 500€ hätten nicht gereicht.

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sprengisandur_bus_breakdown_by_Bruce_McAdam.jpg


Reichtum

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Isi hat die Bleistifte gefunden.

Nicht gut.

Das Wort Reichtum bezieht sich auf die Verfügbarkeit von materiellen oder immateriellen Gütern, welche das Leben bereichern. Heutzutage wird Reichtum häufig quantitativ auf Geld und Besitztümer bezogen, lässt sich aber grundsätzlich nicht auf materielle Güter reduzieren. Das entsprechende Adjektiv lautet reich (engli.: rich).

Foto: Sean Whitton (User:Xyrael)

Come to the rich side – we have cookies.

Reichtum bezeichnet den Überfluss an geistigen oder gegenständlichen Werten, insbesondere die Tatsache des Besitzes von materiellen Gegenständen. Die Bedeutung geistigen Reichtums wird häufig unterschätzt, lässt sich aber aus materieller Sicht kaum darstellen. Gesellschaftlich gesehen erfordert Reichtum die allgemein akzeptierte Übereinkunft, dass Dinge, Land oder Geld jemandem gehören und dass dieses Eigentum geschützt wird. Das Verständnis von Reichtum unterscheidet sich in verschiedenen Gesellschaften.

Das Gegenteil von Reichtum ist die Armut.

Später: Buße.

Bin noch mal zu Ikea geradelt (im Regen!) und habe heimlich die Bleistifte wieder zurückgelegt.

Ironie: Eine Ikea-Beraterin (nennt man die so?) hat mich dabei gesehen und tatsächlich gemeint, ich würde die Bleistifte klauen!

Ich war empört und kurz davor, ihr meine 500€ zu zeigen. Wer 500€ in der Tasche hat, der hat es nicht nötig, Ikea-Bleistifte zu klauen. Sie hat das wahrscheinlich schon erahnt und ließ mich unbehelligt gehen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Reichtum; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rich_tea.jpg


1 Jahr – 1 Million

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Ich bin Critical Math. Genauer gesagt, math.critical@googlemail.com.

Mein aktuelles Projekt ist, in 1 Jahr 1 Million Euro zu verdienen. Ich will einfach nur sehen, ob ich es kann.

Partner in Crime bei dieser Sache ist mein Freund Orell. Zusammen haben wir die Spielregeln ausgearbeitet, nach denen das Projekt ablaufen soll:

  • Die Summe von 1 Million Euro muss innerhalb einer Jahresfrist auf meinem Konto sein.
  • Um das Geld zu verdienen, müssen ethisch-moralische Standards eingehalten werden: Illegale Aktivitäten wie Prostitution oder Drogenhandel scheiden ebenso aus wie legale aber moralisch verwerfliche Methoden, z.B. Der Verkauf von Handy-Klingeltönen an unschuldige kleine Kinder.
  • Ich führe genau Buch über die Ausgaben und Einnahmen des Projektes: Die Ausgaben dürfen das, was sozusagen in der „Portokasse“ ist, nicht überschreiten. Die Kosten des Projektes sollen sich also im Rahmen dessen bewegen, was man für ein normales Hobby aufwendet. Aufwändige Lagerhaltung, kostenintensive Vorleistungen, intensive Personalkosten sowie riskante finanzielle Spekulationen scheiden von vornherein aus.
  • Die 1 Million Euro soll einzig und allein durch geistiges Kapital verdient werden, d.h. durch den Verkauf einer Idee.

Noch etwas: Die Verwirklichung der Idee darf keinesfalls in Arbeit ausarten. Bei allem Zeitaufwand darf das wirkliche Leben nicht vernachlässigt werden.

Foto: Frank Schwichtenberg

Ich soll was vernünftiges machen und nicht einem Hirngespinst (1 Million Euro!) hinterher jagen, meint Isi. Zum Glück weiß sie nicht, dass es unsere ursprüngliche Idee war, die Weltherrschaft an uns zu reißen. Isi schafft es, die Tür resigniert und vorwurfsvoll gleichzeitig hinter sich zu zumachen. Türen sind wichtig. Es ist nach Mitternacht und Orell und ich sitzen augenberingt bei der achten Tasse Espresso in der Küche und feilen an unserem Plan. Isi hat uns vom Wohnzimmer aus zugehört. Ich glaube, sie schläft nie. Mia, Orells Freundin, ist schon lange nach Hause gefahren. Sie ist genauso chronisch übermüdet wie ich.


Trotzdem hatte ich in letzter Zeit so etwas wie Schlafstörungen. Eigentlich kann ich zu jeder Zeit und bei jeder Gelegenheit schlafen – nur nicht im Bett. Oft kommt es vor, dass ich spätnachts noch in den Keller gehe und Sport mache oder Schlagzeug spiele und irgendwann auf den Kinostühlen im Proberaum einnicke. Oder ich liege vor dem Fernseher, bis die Werbung für kostenpflichtige Sexhotlines kommt. Dann wache ich meistens auf und gehe ins Bett. Isi sagt, das ist eine Phase und Elvis hatte auch bizarre Schlafgewohnheiten. Und seltsame Essgewohnheiten. Manchmal ernähre ich mich nur von Powerbars.

Ich nutze die Phase nächtlicher Aktivität und bestelle im Internet ein paar Bücher zum Thema Reichtum und Erfolg. Ich denke, ein guter Ausgangspunkt sind Biografien erfolgreicher Menschen und entscheide mich für Donald Trump und sein britisches Pendant Richard Branson.

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:500_Euro_Banknoten.jpg