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Egoismus vs. Zombismus

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Gansterer schreibt, was ich selbst schon am eigenen Leib verspürt habe: Selbstbestimmung ist wichtiger als Fremdbestimmung (siehe Eintrag Zombismus). Der neue Mann von Welt blickt nicht mehr voller elitärer Verachtung auf den Rest der Welt, sondern voller Selbstbewusstsein: Er ist ein Individualist, der Standesregeln zutiefst verachtet, seinen eigenen Weg geht und dabei respektvoll seinen Mitmenschen gegenüber tritt (S. 48).

Dies macht ihn – so Gansterer – nicht unbedingt zu einem angenehmen Mitbürger, aber zu einem erfolgreichen. Dieser Erfolg basiert auf einer starken Persönlichkeit, welche wiederum zurückzuführen ist auf hartes Training und Aufrechterhaltung. Dazu ist zunächst eine besondere – positive – Art von Egoismus notwendig, die es erst möglich macht, das eigene Potenzial zu entdecken und entfalten.

Im eigentlichen Sinne bezeichnet Egoismus eine negative Eigenschaft: Eigennützigkeit, Ich-Sucht, Selbstsucht, aber auch – etwas neutraler – Eigenliebe und Ich-Bezogenheit.

Wenn jemand egoistisch handelt, dient dies uneingeschränkt dem eigenen Vorteil. Andererseits duldet der Egoist seinerseits allerdings keineswegs, wenn andere egoistisch handeln: Es gilt nicht gleiches Recht für alle, sondern der Egoist misst mit zweierlei Maß. Dadurch, dass der Egoist die Freiheit anderer einschränkt und sich selbst mehr Freiheit zugesteht, wird sein Verhalten rücksichtslos.

Eine andere Variante ist der positive Egoismus: Verhaltensweisen, die niemandem schaden und gegebenenfalls sogar einen Nutzen für die Allgemeinheit haben. Hierzu zähle ich mein Millionenprojekt. Es folgt – wie eingangs erwähnt – bestimmten ethisch-moralischen Grundsätzen und ist letztendlich doch nur eine ich-bezogene Handlungsweise.

Indem egoistisch, d.h. selbstbezogen handle und meine eigenen Bedürfnisse befriedige, soll es mir gelingen die nötige Freiheit zu erlangen, um an andere zu denken.

Nicht nur, sondern auch.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus; Der neue Mann von Welt: Ein Handbuch für Geist und Geschmack von Helmut A. Gansterer (Taschenbuch – Juli 2010)