heisse Luft

Kontostand:                  128,69

Ausgaben:                     00,00

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Verwendungszweck:       –

 

Bin durch mit Losing my Virginity. Die Investition hat sich gelohnt. Bransons Autobiografie (kann man noch von Autobiografie sprechen, wenn man einen Ghost-Writer hat? Branson hat Dyslexie und somit das Buch wahrscheinlich gar nicht selbst geschrieben) ist ziemlich unterhaltsam.

Branson bringt auf den Punkt, was seines Erachtens zum Erfolg geführt hat: Pack die Dinge an und mach sie einfach; glaube an dich selbst; was immer du tust, hab Spaß dabei und wenn etwas keinen Spaß macht, mach was anderes; sei kreativ und trau dich, aus gewohnten Bahnen auszubrechen; versuche, die Welt zu ändern, auch wenn es nur im Kleinen ist.

Richard Branson erzählt über seine Anfänge, mit welchen Schwierigkeiten er zu kämpfen hatte und wie er es geschafft hat, sie zu lösen und aus einem kleinen Plattenladen in London eine der größten Unternehmensgruppe der Welt zu machen. Kein Wunder, dass dieses Buch ein Bestseller im how-to Bereich geworden ist. Bransons Erlebnisse sind zwar nicht stilistisch hochwertig, aber dennoch spannend erzählt: So hat er 1986 einen neuen Rekord für die schnellste Atlantik-Überquerung mit einem Segelschiff aufgestellt und in Heißluftballons Atlantik und Pazifik überquert und ist dabei wiederholt in lebensgefährliche Situationen gekommen. Diese Abenteuer machen die Autobiografie für mich interessanter und spannender zu lesen als die Donald Trumps. Ein knallhartes Business Buch ist Losing my Virginity somit nicht – und auch keine langweilige Biografie eines Selbstdarstellers. Branson erzählt von seinen Erlebnisse und Überzeugungen und davon, wie diese ihn zum Erfolg geführt haben.

Foto: Jon Sullivan

Allerdings: Bransons Rezept, wie man reich wird kann man nicht kopieren. Allein das Lesen macht einen noch nicht zum Multimillionär oder lässt einen ein Raumfahrtsunternehmen gründen.

Trotzdem hat mich das Buch bestärkt in meinem Plan, Millionär zu werden – nicht um jeden Preis, sondern unter Berücksichtigung ethisch-moralischer Gesichtspunkte. Mit Stil. Nachdem die Kurse von Virgin einbrachen, kaufte Branson mit 182 Millionen Pfund die Aktien aller Kleinanleger zum Ausgabepreis zurück und rettete damit wohl so manchem Aktionär, der seiner Idee Vertrauen geschenkt hatte vor dem sicheren Ruin.

BTW: Die Bandprobe gestern war lustig. Wir hatten wieder einmal einen Anflug von Größenwahn und meinten, wir seien echte Rocker. Jeder hat Whiskey getrunken, keinem hat’s geschmeckt 😉

Haben dann – zu Ehren des Papageis – Polly Wants a Cracker von Nirvana gespielt. Er meinte nur: „Das war auch schon mal besser.“ Undankbares Vieh.

Fun-Fact: Keiner von uns trinkt wirklich viel – niemand kann sich die Off-Time leisten, in der man am nächsten Tag brach liegt und unproduktiv ist.

Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Luftballong.jpg


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