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Wilkommen in der Twilight Zone

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Wenn ich 1 Million Euro hätte, würde ich mir ein paar klassische Flipperautomaten zulegen: Medieval Madness, Attack from Mars und Monster Bash.

Doch dazu später.

Eine der wichtigsten charakterlichen Voraussetzungen für einen neuen Mann von Welt – und für einen erfolgreichen Mann von Welt – ist die Neugier.

Das Wort bezeichnet tatsächlich ein Verlangen, einen Drang, neues zu erfahren und bisher Verborgenes zu ent-decken (=auf-decken).

Bezieht sich die Neugier auf unterschiedliche Ereignisse, ist sie – eher abwertend – als Sensationslust zu verstehen und somit negativ bewertet: Hier dient sie einer primitiven emotionalen Bedürfnisbefriedigung, z.B. durch Neuigkeitenaustausch mit der Nachbarin.

Tritt diese primitive Variante in den Hintergrund und steht eine Art rationale Neugier im Vordergrund, bezeichnet man dies als Wissensdrang.

Ständige Neugier in diesem Sinne ist essentiel für den Erfolg:  Re-invent Yourself.

Damit ist nicht gemeint, fortwährend die Meinung zu ändern, je nachdem, wie es die Situation gerade verlangt. Vielmehr ist damit eine persönliche Veränderung und Weiterentwicklung (Evolution) gemeint, die es als konstanten Charakterzug anzunehmen und zu fördern gilt:

„Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will,“ sagte schon Galileo Galilei.

Die Welt ist ein Kuriositäten-Kabinett, in dem es ständig etwas Neues zu entdecken gibt.

Die Twilight Zone.

Und der Weg dorthin ist die eigene Vorstellungskraft:You unlock this door with the key of imagination.

Cool. Ich fühle schon die Kraft der Twilight Zone wirken und gehe gleich mal in den Keller und zocke eine Runde am Twilight Zone Flipper.

Twilight Zone kann quasi als Nachfolger zum meistverkauften Flipper der Welt – The Addams Family – gesehen werden. Für mich ist Twilight Zone die ultimative 90er Pinball Machine. Er hat alles, was ein richtiger Flipper braucht: Coole Gimmicks (ein Kaugummiautomat, der zu einem bestimmten Zeitpunkt einen 7er Multiball ausspuckt – inklusive einem weißen Ball, der aus NASA-Keramik gefertigt ist); coole Zitate (von Rod Serling, dem Erfinder der Twilight Zone himself); coole Musik (der Flipper spielt den Song Twilight Zone der holländischen Band Golden Earring); und, nicht zuletzt, ein cooles grafisches Design (auf dem Backglass ist Rod Serling abgebildet in einem Curiosity Shop; darin befinden sich lauter Kuriositäten aus der TV-Serie).

Wenn ich 1 Million Euro hätte, würde ich mir – mindestens – folgende drei klassischen Geräte aus den 90ern kaufen:

Attack from Mars

Monster Bash

Medieval Madness

Welches ist wohl der teuerste Flipper überhaupt?

Kann man mit Flipperautomaten reich werden?

Quelle: http://hem.bredband.net/b257182/tzquotes.html; http://de.wikipedia.org/wiki/Neugier


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Grenznutzen

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Geld macht glücklich, fand der Psychologen Silvester Poppelreuter in einer Studie heraus. Hätte er einfach mich gefragt, hätte er sich die Studie sparen und woanders investieren können.

Natürlich, Geld allein macht nicht glücklich, das müsste jedem klar sein, der die Geschichte vom König Midas kennt. Wirklich glücklich machen nur Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann: Liebe, Gesundheit, Harmonie, Friede. Deshalb sind reiche Menschen auch nicht zwangsläufig zufriedener als arme.

Andererseits, das soll man mal den Menschen erzählen, die wirklich nichts haben. Der einsame Fischer auf Bali ist nicht unbedingt der glücklichste Mensch der Welt, das ist lediglich der Mythos der Wohlhabenden, mit dem sie ihren eigenen Reichtum rechtfertigen wollen: Wir haben zwar mehr Geld als die Leute in armen Ländern, dafür sind sie aber glücklicher (Foto: Diese Fische machen nicht glücklich – es sind nämlich keine Fische, sondern Säugetiere. Außerdem wird man von ihnen nicht satt 😉 ).

Grundsätzlich gilt: Wer weniger Geld hat, der ist weniger glücklich.

Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad, dann schlägt das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens zu: Dieses Gesetz – auch Sättigungsgesetz – besagt folgendes: „Die Größe eines und desselben Genusses nimmt, wenn wir mit Bereitung des Genusses ununterbrochen fortfahren, fortwährend ab, bis zuletzt Sättigung eintritt.“

Einfacher ausgedrückt: Konsum unterliegt einer gewissen Sättigung,  zunehmender Konsum bringt irgendwann einen immer geringeren Zusatznutzen (Grenznutzen). Noch einfacher: Die erste Million macht glücklich, die zehnte nicht mehr so sehr – ein gewisser Abnutzungseffekt tritt ein. Oder Langeweile?

Nimmt man Geld an sich zu ernst, so sorgt es lediglich im direkten Vergleich mit den Nachbarn für milde Euphorie, und auch nur dann, wenn man wirklich mehr hat als diese. Andernfalls, und das ist wohl die Regel, flaut die Euphorie sehr schnell ab.

Betrachtet man jedoch Geld ganz entspannt und nicht als Wert an sich, sondern als Zwischenschritt, um bestimmte Ziele zu erreichen, dann macht Geld doch glücklich. Mit Freunden weggehen macht mehr Spaß, wenn man Geld hat, um sich ein Bier zu kaufen. Musik macht mehr Spaß, wenn sie gekauft ist und nicht illegal herunter geladen. Bücher kosten Geld, genauso wie mein Internetzugang, mit dem ich meine permanente Neugier befriedige. (übrigens: Neugier – lateinisch novarum rerum cupidus in der Bedeutung auf Neues begierig – ist das als ein Reiz auftretende Verlangen, Neues zu erfahren und insbesondere Verborgenes kennenzulernen: Seit jeher machen Menschen die Erfahrung, dass die Erkundung von Neuem oft mit Gefahr verbunden ist, aber auch Chancen eröffnet (laut Wikipedia).

Zu erwähnen bleibt, dass ich die schönsten Glücksmomente meist fernab jeden Konsums gefunden habe.

Memo an mich selbst: Bei Gelegenheit eine Wunschliste schreiben.